Kulinarischer Rundgang und Schloss Ehrenburg

Für heute haben wir eine kulinarische Stadtführung organisiert. Wir nehmen das Fahrrad, um in die Innenstadt zu kommen. Ingrid und Michael haben leider auf die Mitnahme der Fahrräder verzichtet; sie müssen also wieder laufen. Wir haben heute keine Lust. 

Wir treffen uns pünktlich um 11:30 Uhr mit unserem Stadtführer Günther Wolf. Auch unsere Nürnberger Gerdi und Norbert sind jetzt dabei. Sie wollen sich den kulinarischen Rundgang nicht entgehen lassen.

Wir hören nun Geschichten über den Gurken-Alex, sowie über die Herstellung der Coburger Rutscher (Klöse). Wir erfahren, dass die Coburger Bratwurst im Rohzustand mindestens 31 cm lang sein muss. So lang wie der Marschallstab in der Hand des St. Mauritius, dessen Statue auf dem Rathaus ihren Platz gefunden hat. Mauritius ist der Schutzheilige der Stadt Coburg und seine Abbildung, der Mohr von Coburg, ist überall in der Stadt anzutreffen.

Auf dem Marktplatz dürfen wir dann auch eine solche, auf Kiefernzapfen geröstete Bratwurst kosten. Als weitere Spezialität kommen wir in den Genuss der Coburger Schmätzchen, eine Art Lebkuchen, und zum Abschluss erhalten wir von unserem Stadtführer einen Coburger Hof-Likör, einen Kräuterschnaps.

Zur Verdauung des Ganzen machen wir es uns am Marktplatz bei einem Kaffee gemütlich und überbrücken die Zeit bis zur Besichtigung der Kirche St. Moriz. Danach geht es in die Ehrenburg.

Hier lernen wir vor allem die Heiratspolitik der Coburger kennen. Eine ausgeklügelte Verheiratung war notwendig, Cousins und Cousinen hin und her, weil das Herzogtum unter chronischem Geldmangel litt. Das hat die Herzöge nicht davon abgehalten, sich mit Prunk zu umgeben.

Nach so viel Geschichte war wieder ein original fränkisches Essen angesagt. Also entweder Sauerbraten, Schäufele mit Rutscher oder Bratwürste. Rainer hat sich für „Gedöns“ (alles Mögliche und als i-tüpfelchen ein Spiegelei) entschieden. Dieses Mal sind wir in einem sehr alten Lokal, dem Goldenen Kreuz in der Herrengasse gelandet.

Wanderung zur Veste Coburg 

Nach vielen sonnigen Tagen hat es über Nacht geregnet und wir brechen bei Nieselregen zu unserer Wanderung auf die Veste Coburg auf. Ingrid und Michael wandern vom Stellplatz aus mit uns, die Freisinger und Gisela wollen wir auf der Burg treffen. Der Stellplatz befindet sich unterhalb der Veste, aber der Weg dorthin ist relativ lang und teilweise ziemlich steil.

Die Festung ist eine der größten Burganlagen Deutschlands. Martin Luther hielt sich 1530 für ein halbes Jahr auf der Veste auf, weil er nicht am Reichstag in Augsburg teilnehmen konnte und durfte. Coburg war zunächst Residenz und Hauptstadt des Herzogtums Sachsen-Coburg (1586-1633). Später wurde ins Herzogtum Saalfeld geheiratet und 1826 entstand das Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha. 

Coburg gehört erst seit 1920 zum Freistaat Bayern. 

In der Festung ist ein Museum mit umfangreicher Waffen- und Rüstungssammlung und sonstigen interessanten Dingen untergebracht. Unter anderem ein sehr interessanter Raum, dessen Wände komplett mit Holz-Intarsien-Bildern ausgestattet sind.

Den Rückweg treten wir nach einem Besuch im Burgrestaurant über einen Treppensteig und den Hofgarten in die Altstadt an.

Coburg

Mit Frühsport sollst du den Tag beginnen! Ein paar Übungen vor dem Womo und schon ist der Rücken elastischer. 

Die Fahrt nach Coburg verläuft entspannt. Wir wollen uns dort mit Geschwistern und Freunden treffen.

Unterwegs melden sich Hamburg und Freising und zuletzt noch unsere Hockenheimer. Die ersten sind schon relativ früh im Hotel und kümmern sich bereits um unser Abendessen.

Wir sind immerhin die ersten auf dem Stellplatz mit Blick auf die Veste Coburg. Wir warten dort auf Ingrid und Michael und gehen dann zusammen zum Bräu-Stadl, wo wir bereits erwartet werden. Immerhin eine knappe halbe Stunde vom Stellplatz in die Stadtmitte von Coburg.

Im Bräu-Stadl gibt es typisch oberfränkisches Essen. Bratwurst, Sauerbraten, Coburger Rutscher (Klöse) und ein gutes Bier.

Bad Mergentheim

Heute verlassen wir das Neckartal und machen uns auf den Weg nach Bad Mergentheim. Normalerweise fahren wir hier ja weiträumig vorbei, aber dieses Mal wollen wir alte Freunde besuchen.

Wir tanken noch einmal richtig voll, zum Preis ohne Tankrabatt. Mal sehen, ob wir morgen ein paar Tränen verdrücken müssen. 

Die Fahrt verläuft über sanfte Hügel durch herbstliche Landschaften. Gegen Mittag erreichen wir Bad Mergentheim. 

Der Stellplatz dort ist ziemlich groß und gut ausgestattet. Wir radeln an der Tauber entlang zu EDEKA. Nach unserem Mittagessen im Womo machen wir uns auf den Weg zu Hanspeter und Sigi. Wir nutzen die Gelegenheit und schauen uns ein bisschen in Mergentheim um. Ein Schloss mit schönem Schlossgarten und eine einladende kleine Fußgängerzone. 

Hanspeter wohnt auf halber Höhe auf einem Hanggrundstück. Es wird ein langer, unterhaltsamer Nachmittag und Abend. Natürlich hatten wir uns viel zu erzählen über Reisen und was sonst so alles in den letzten 30 Jahren passiert ist. So lange haben wir uns nicht gesehen! Zum Abendessen werden wir in das Brauhaus der Herbsthäuser Brauerei eingeladen. Gute deutsche Küche und sehr gutes Bier.

Binau

Rainer: Drei Tage Action liegen hinter uns. Da dürfen wir uns heute ein wenig ausruhen. Ich baue das mobile Büro auf und kümmere mich um den Blog, und Detlefs Newsletter geht auf die Reise. Meine neue Road-Trip-Planungs-App wird mit den Skandinavien-Daten gefüttert, für den zweiten Versuch, das Nordkap zu erreichen.

Heidi wandert ein wenig durch den Ort Binau. Ich muss mal wieder die Laufschuhe anziehen. Für Läufer ist die Ecke hier wenig attraktiv. Ich laufe entlang der Bundesstraße zum nächsten Ort. Dabei benutze ich zwar einen Radweg, aber die Autos brettern ganz schön nah an mir vorbei. 

Heidi: Binau ist schon ziemlich winzig und sehr hügelig. Der Ort wurde 769 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Eine Ansiedlung gab es dort aber wohl schon in der Bronzezeit. 

Zur Stauferzeit entstand dort die Burg Dauchstein, deren Überreste bzw. Turm wir ja auch schon gesehen haben. Das Binauer Schloss, das im 18. Jahrhundert in der heutigen Form entstand, wird heute als Alten- und Pflegeheim genutzt. Auch die evangelische Kirche in Binau neben dem Schloss entstand 1783 in der heutigen Form. Angeblich sind darin Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert freigelegt worden. (Vgl. Wiki) Leider konnte ich die Kirche nicht von innen besichtigen. Sie war leider verschlossen.

Als kulinarisches Highlight gönnen wir uns an unserem letzten Tag hier in Binau einen Burger vom Streetfood-Stand am Eingang des Campingplatzes. Lecker mit Pommes und einem guten Bier.

Besuch bei Götz von Berlichingen

Die Burg Hornberg oberhalb von Neckarzimmern steht heute auf unserem Programm.

Wir laufen wieder den nun schon bekannten langen Weg hinauf zum Binauer Bahnhof an der Burg Dauchstein vorbei (zur Erinnerung ca. 2 km) und nehmen die S-Bahn nach Mosbach. Wir durchqueren die Altstadt hinauf zum südlichen Hügel über der Stadt, entlang eines wiederbelebten offenen Kanals, an dessen Ende ein Brunnen Wasser ausspuckt. Die Mosbacher hatten das Wasser irgendwann unterirdisch geleitet und dann aufgrund einer Stadtbilderneuerung den Kanal wieder sichtbar gemacht. So fließt jetzt das Wasser eine Straße hinab und verschwindet dann in einem Gulli.

Bald darauf sind wir wieder tief im Buchenwald und sehen außer Bäumen nicht viel. Wir stellen fest, dass wir uns wieder auf dem Neckarsteig befinden und irgendwann taucht die Neckar-Schleuse von Neckarzimmern auf. Bald darauf erreichen wir den Bergfried der Burg und das Nordtor.

Die Burg Hornberg ist sehr imposant und im Privatbesitz der Familie Gemmingen-Hornberg.

Hier oben, hoch über dem Neckar befindet sich innerhalb der Burgmauern ein Hotel und ein Restaurant.

Wir besichtigen das kleine Museum mit der eisernen Hand vom Götz von Berlichingen, der dort von 1517 bis 1562 (vgl. burg-hornberg.de) lebte. Neben der eisernen Hand sind auch Waffen und seine Rüstung dort ausgestellt. Natürlich darf sein Spruch nicht fehlen. (Siehe Bild) Anschließend besichtigen wir die Burgruine.

Wandern auf dem Neckarsteig

Heute wird gewandert. Rainer hat eine Tour über die Ruine Dauchstein bei Binau hinauf zum Neckarsteig und weiter nach Mosbach zusammengestellt.

Wir wandern einen Teil des Neckarsteigs, der dem ganzen Flusslauf folgt. Es geht immer wieder steil bergauf und genauso steil wieder hinab. Wanderstöcke sind hier durchaus hilfreich (Heidi). Immerhin erreichen wir so gut 400 Höhenmeter. Es geht vorbei an Herbstzeitlosen und komischen Gebilden an Bäumen. Die Bäume, insbesondere Buchen haben momentan auch auffällig gerillte Baumrinden.

Wir besichtigen Mosbach, das über viele wunderschöne Fachwerkhäuser verfügt und gönnen uns zum Abschluss noch ein Eis im Eiscafé Rialto.

Zurück nutzen wir die Deutsche Bahn und kommen pünktlich in Binau-Siedlung an. Vom Bahnhof aus dürfen wir noch zwei Kilometer zurück zum Campground laufen.

Radtour nach Eberbach

Es waren ja sommerliche Temperaturen angekündigt aber draußen hat es acht Grad und wir müssen die Heizung zum Frühstück einschalten.

Wir kommen wie immer gegen 10 Uhr weg. Heute wollen wir nach Eberbach radeln. Immer am Neckar entlang. Kurz nach Binau überqueren wir an einer Schleuse den Neckar und fahren durch viel Wald meist auf Schotterpisten. Wir bewundern die Burg Zwingenberg über dem Fluß, und sind nach 2 Stunden in Eberbach. Ein nettes Städtchen mit schönem mittelalterlichen Stadtbild.

Ein kleiner aber feiner Buchladen ist unser Ziel. Dort erstehen wir eine Wanderkarte die uns morgen hoffentlich gute Dienste leisten wird. Von der Verkäuferin wurden wir etwas komisch angesehen, weil wir eine Wanderkarte für den Rand des Odenwaldes wollten und keine rund um Eberbach. Unser Mittagessen nehmen wir in einem Lokal, das nicht so recht weiß, ob es Imbiss, Pizzaria oder Döner-Laden oder doch etwas gehobeneres sein möchte.

Camping in der Neckarschleife

Am Freitag, 25.9. beginnt unsere Tour nach Coburg mit einem Aufenthalt am Neckar. Das Neckartal ist ja eigentlich nicht weit weg von uns aber mir trotzdem gänzlich unbekannt. Rainer hat sich zu Corona-Zeiten dort schon einmal umgeschaut und wollte das nun wiederholten.
Da die Autobahn wieder ziemlich voll war, entscheiden wir uns, über die Bundesstraße zu fahren. Wir sparen tatsächlich 50 km und kommen zügig voran, bis die Ausweichroute des Navis uns in einen Stau lotst. Wir dürfen geduldig Hoffenheim bewundern.

Nach knapp zwei Stunden sind wir am Neckar und auf unserem Stellplatz „Fortuna Camping“.

Der Platz liegt in Binau direkt in der Flussbiegung. Es fahren hier tatsächlich auch Frachtschiffe vorbei.

Herbstliche Tour vom Neckar über Bayern in die Steiermark

Jetzt im Herbst geht es für uns noch einmal auf Tour. Den Auftakt machen ein paar gemütliche Tage am Neckar in Binau, wo wir auf dem Fortuna-Camping einen schönen Platz gebucht haben. Eine gute Gelegenheit, die Seele baumeln zu lassen und das goldene Flusstal in Ruhe zu genießen.
Mit Beginn des Oktobers zieht es uns dann nach Coburg, wo sich die „Meierhöfer-Gang“ zu ihrem jährlichen Treffen einfindet. Gespannt bin ich auf die kulinarischen Höhepunkte! Was bietet die Oberfranken-Metropole? Nur die Festung?
Danach brechen wir gemächlich Richtung Graz auf. Dort steht für mich die alljährliche Challenge an: der Grazer Marathon, der in zwei Runden absolviert wird. Mein taktischer Plan lautet: Wenn ich nach Runde eins die Beine nicht mehr spüre, steige ich eben auf die Halbmarathon-Distanz um. So richtig gut trainiert fühle ich mich dieses Jahr nicht.
Und kaum ist der Marathon gelaufen (in welcher Form auch immer), wartet schon die nächste Etappe: Kurz danach geht es zurück nach Karlsruhe.

Unser Plan

Wir sammeln Erlebnisse und keine Briefmarken