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NA85 – Bandelier National Monument

Um Santa Fe herum gibt es noch weitere interessante historische Stätten, die wir Dank unserer Gastgeber auch besuchten. Im Bandalier National Park sind Felsenhöhlen zu sehen, die ursprünglich mit Pueblos verbunden waren. Diese waren zwischen 1100 und 1550 besiedelt und gelten als Vorläufer der Pueblo-Kultur.

Im größten Tyuoyi Pueblo können die Reste noch besichtigt werden. Das haben wir dann auch gemacht und sind die vereinzelt vorhandenen Leitern zu den Höhlen mit ihren Russ geschwärzten Decken hinauf geklettert. 

Ja, und dann ist es passiert! Ich bin  auf einer Mini-Eisplatte beim hinuntergehen ausgerutscht. Am Tag vorher hatte es geschneit und es war ziemlich kalt. Fazit: ich konnte nicht mehr weiterlaufen… Fuß verstaucht. Rainer hat dann mit Jürgen noch die restliche Anlage besichtigt.

NA84 – Pecos National Historical Park

Der Pecos National Historical Park liegt knapp 30 km von Santa Fe entfernt und zeigt die Ruinen einer ehemaligen spanischen Mission und Reste von Pueblos. Teilweise sollen die Pueblos 5-stöckig gewesen sein. 

Die Mission wurde 1619 von spanischen Missionaren des Franziskanerordens gegründet. 1680 gab es einen Aufstand der Pueblo-Einwohner gegen die Christianisierung. Die ursprüngliche indianische Bevölkerung starb durch eingeschleppte Krankheiten oder reduzierte sich durch Abwanderung. 1838 verließen die letzten Bewohner die Pecos Pueblos (vgl. Wiki) .

NA82 – Santa Fe

Santa Fe ist die letzte Station im ersten Teil unseres USA-Trips.

Hier in Eldorado in der Nähe von Santa Fe leben liebe Freunde von uns, die uns die Gegend um Santa Fe gezeigt haben. Hier können wir auch unseren Detlef bis Ende Januar stehen lassen.

Hiking mit Jürgen und Rudi

Rudi, ein sehr lieber, riesiger Leonberger braucht viel Auslauf. Ein bis zwei Stunden täglich laufen ist notwendig und die Trails um Santa Fe herum sind dafür sehr gut geeignet. Überhaupt die Gegend von Santa Fe. Wunderschön mit viel ehemaligem Weideland, und hohen Bergen am Ende des weiten Horizonts. Santa Fe liegt über zweitausend Meter hoch, sodaß wir auch von Almut immer wieder erinnert wurden, viel zu trinken.

Die Stadt Santa Fe

Die Stadt ist im mexikanischen Stil gebaut. Es gibt tatsächlich keine Hochhäuser. Die kleine Kathedrale ist das höchste Gebäude am Ort. Natürlich sind hier auch viele Touristen unterwegs, die die Produkte der Native Americans oder auch die importierten Plagiate kaufen. 

Die per Hand gefertigten Originalprodukte sind ziemlich teuer. In dem filigranen Silberschmuck oder auch den bunten gewebten Decken und Ponchos steckt aber viel Arbeit.

NA81 – Valley of Fires

Nach unserer Dünenwanderung fuhren wir weiter in Richtung Santa Fe. Unterwegs übernachteten wir in der Valley of Fires Recreation Area in der Nähe von Carrizozo. Der dort liegende Campground liegt inmitten eines 5000 Jahre alten Lavafelds, dem jüngsten Lavastrom innerhalb der USA. Die Lava bewegte sich in das Tularosa Basin hinein als der Little Black Peak ausbrach.

Durch Teile des Lavafelds wurde ein Weg gebaut, der es ermöglicht die sich auf der Lava angesiedelte Pflanzenwelt zu bestaunen. Leider waren die auf dem Weg angebrachten Erklärschilder kaum lesbar. Sonne und Wind…

NA80 – White Sands

Unser nächstes Ziel, White Sands. Wir fuhren über den Augustin Pass in das Tularosa Basin. Das Basin hat sich vor ca. zehn Millionen Jahren gebildet, als eine sich durch die Bildung der Rocky Mountains entstandene Kuppel einstürzte. 

Wir fuhren durch militärisch genutztes Gelände von der White Sands Missile Range bis zu den berühmten Gips-Dünen des erst 2019 zum National Park erklärten Parks von White Sands. Die Straße wird häufig aufgrund von Raketentests gesperrt. 

Vom Visitor Center aus folgten wir dem Dune Drive durch den Park, vorbei an zunächst kleinen Dünen bis hinein in eine einzigartige Landschaft. Weißer Sand überall mit hohen Dünen, die von den Besuchern zum Teil zum „Schlittenfahren“ genutzt wurden. Wir kamen uns vor wie beim Skifahren zu Zeiten in denen noch viel Schnee lag. Die Straßen werden vom Sand auch regelmäßig freigeräumt, so dass sich ein hoher Rand bildet. Die geräumten Parkplätze sind riesig, so dass wir uns vorstellen konnten, was hier in der Hochsaison los sein kann.

Wir nahmen am Spätnachmittag an einer vom Nationalpark angebotenen Sonnenuntergangswanderung teil haben den Sonnenuntergang dann aber nicht abgewartet, da wir noch einen Stellplatz für die Nacht suchen mussten. Am nächsten Tag wollten wir noch eine Wanderung über die Dünen unternehmen.

Alkali Flats Trail

Der Trailhead des Alkali Flats Trails liegt am Ende des Dune Drives. Der ca. 7 km lange Trail verläuft die Dünen hinauf und hinunter. Auf den Hügeln waren Orientierungsstäbe aufgestellt ohne die wir uns wahrscheinlich verlaufen hätten. Alles sieht vermeintlich gleich aus, die Ausblicke sind aber sehr beeindruckend. Auf dem Gipssand konnten wir gut auch barfuß laufen. Sehr angenehm.

NA79 – Tombstone

Nach viel Natur, vor allem Kakteen jeglicher Größe, brauchten wir mal wieder eine kleine Abwechslung und sind in Tombstone (Grabstein) gelandet. Die Stadt hat ca. 1500 Einwohner, die vorwiegend vom Tourismus leben. Die Häuser sind im Stil einer Westernstadt gehalten und heute noch kann man entsprechende Lokale im Original besuchen. Gegründet wurde Tombstone 1878, als dort eine Silberlagerstätte entdeckt wurde. Zu ihrer Blütezeit hatte die Stadt einmal 15000 Einwohner. Berühmt wurde die Stadt durch die Schießerei zwischen Wyatt Earp, seinen Brüdern und Doc Holliday gegen die Cowboys.

Natürlich haben wir auch ein Show in Old Tombstone besucht, die allerdings das Ganze etwas ins Komische gezogen hat. Sehr nett mit viel Ballerei.

Weiterfahrt nach Deming

Die Weiterfahrt in Richtung White Sands führte uns über Deming, das wir für eine Laundry Pause nutzten. 

Der Ort Bisbee, den wir allerdings mangels Parkplatz nur durchfahren haben, liegt südlich von Tombstone in einem engen Tal. Der Ort ist gut erhalten und wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts gegründet nachdem dort Kupfer gefunden und im Tagebau gefördert wurde. Die Reste sind heute noch gut sichtbar.

NA77 – Fahrt nach Tucson – Saguaro National Park

Die Fahrt über die Interstate 86 nach Tucson war insofern eindrucksvoll, dass uns sehr viele Motorradfahrer entgegen kamen, die alle nach Mexiko zur Rocky Point Bike Rally in Puerto Penasco unterwegs waren. 

Auffällig am Highway 86 waren die vielen Kreuze und Schreine, die den Straßenrand säumten. Wahrscheinlich zurückzuführen auf viele Unfälle, die durch die meist gerade verlaufende Straße mit häufig löchrigem Belag und ausgefransten Rändern verursacht werden.

Tucson Mountain Park und Arizona-Sonora Desert Museum

Unser nächster Stop auf einem Campground im Tucson Mountain Park gleich neben dem Saguaro National Park lag wieder zwischen Saguaro Kakteen noch größer als im Organ Pipe Monument. Faszinierend diese Pflanzen. 

Zunächst erwanderten wir den Brown Mountain Trail, eine ca. 9 km lange Rundstrecke vom Campground aus über 270 Höhenmeter. Superschön. Das nächste Mal müssen wir im Frühjahr herkommen, wenn die Kakteen blühen. Muss toll sein.

Auch das Museum mit einer Raptor-Show haben wir besichtigt. Hier konnten wir dann auch Koyoten, die am Campground nachts ihren Gesang hören lassen und unterschiedliche Rattle Snakes live sehen.

NA76  – Ajo Mountain Loop – eine Fahrradtour

Am Campground zwischen den Kakteen ließ es sich gut aushalten. Die Luft war sehr trocken, nachts wurde es kalt und tagsüber ziemlich warm.

So sind wir zu unserer Fahrradtour durch den Ajo Mountain Loop auch zeitig aufgebrochen. Wir waren auf Gravel eingestellt und wurden auch nicht „enttäuscht“. Die Route verlief durch viele Dips allmählich aufwärts  in Richtung Pass. Zunächst dachten wir aufgrund des manchmal tiefen Schotters, dass wir nicht allzu weit kommen würden. Aber als die Straße steiler wurde, wurde aus der Schotterstraße an starken Steigungen immer wieder eine geteerte Straße. Auf der Passhöhe konnte ein Trail zu einem Arche begangen werden, was Rainer natürlich in Angriff nahm. Ich habe mich währenddessen mit netten Leuten aus Idaho unterhalten. Ein bisschen Englisch muss man ja auch mal üben…

Die Weiter- bzw. Rückfahrt verlief wesentlich schneller als gedacht. Man gewöhnt sich sogar daran, Schlaglöcher zielgerichtet zu umfahren.