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Silverstour 2025/2

Samstag, 3.1.2026

Eine Gasflasche ist mal wieder leer. Bei Temperaturen im Minusbereich brauchen wir alle 3-4 Tage eine neue Flasche. Wir fahren den ersten Baumarkt in Lübeck. Nein, große Flaschen haben wir keine mehr da. Auf der anderen Seite gibt es Hagebaumarkt, auch hier keine Flaschen zum tauschen. Okay, wir versuchen noch Hornbach, der liegt etwas im Norden. Aber auch hier nix. Aber der Kollege schlägt mir vor doch eine Hornbach Pfandflasche zu nehmen, kannste überall bei Hornbach zurückgeben. Wir sind gerettet.

Weiter geht es an Hamburg vorbei. Wegen Stau verlassen wir die Autobahn und schlagen uns ewig über eisige Straßen durch Hamburg durch. Dann geht es zügig nach Stade. Der Platz sieht gut aus. Es liegt Schnee. Wir suchen einen Platz mit einem Vorgänger aus der vergangenen Nacht und nutzen seine Spur zum einparken. Es schneit weiter.

Das schöne Stade besuchen wir im Schneegestöber. Es schneit fast die ganze Nacht.

Sonntag, 4.1. 2026

Die Rückenschmerzen werden schlimmer. Aber richtig los geht es mit dem Drama erst am Montag. Heute sind wir schnell in Bremen. Die Straßen sind schneefrei. Wir fahren durch weiße Norddeutsche Landschaft. Flach wie immer, aber voller Schnee. Der Stellplatz in Bremen ist kaum belegt. Wir können uns einen schönen Platz aussuchen und gehen anschließend spazieren. Bald sind wir an der Weserpromende. Es sind noch Reste des Weihnachtsmarkts zu sehen.

Stellplatz Kuhhirte in Bremen

Montag, 5.1.2026

Montag habe ich einen Termin bei GESTRA. Ich werde wieder ein wenig arbeiten und heute erhalte ich mein Arbeitswerkzeug. Aber davor muss ich noch aufstehen und mich anziehen. Das Anziehen ist dermaßen schmerzend, ich muss heulen und brüllen, aber irgendwann ist die Hose angezogen, die Schuhe geschnürt und die Jacke übergeworfen. Der Weg zur Straßenbahn lockert meinen Rücken und ich werde zuversichtlicher. Ulrike empfängt mich. Treppensteigen ist gar kein Problem. Die neuen Büros sind hell und alles ist freundlich eingerichtet. Die Schreibtische lassen sich auch im Stehen nutzen. In der Kantine räumt Ulrike mein Tablett auf während ich mich in die Senkrechte bemühe.

Mit Heidi treffe ich mich am Dom. Wir gehen noch Kaffee trinken und landen im Manufactum. Wie immer kaufe ich da etwas. Dieses Mal eine schicke Fahrradklingel für das Rennrad.

Dienstag, 6.1.2026

Die Fahrt war grausam. Keine Stunde Fahrt und ich musste auf einen Parkplatz und einige Übungen machen. Nach einigen Minuten war der Schmerz weg und wir konnten weiterfahren.

In Wetzlar finden wir einen schönen, ruhigen Stellplatz am Fluß Dill, der unweit von hier in die Lahn mündet. Wetzlar wird überragt von den Leitz-Werken. Das Museum heben wir uns für ein anderes Mal auf. Dieses Mal gehen wir im Städtchen ein wenig spazieren. Viele schöne Fachwerkhäuser.

Silvestertour 2025

Freitag, 26.12.2025

Die Zeit vor Weihnachten war recht stressig. Erst seit Sonntag ist es ruhiger geworden. Aber ich muss mal wieder weg. Gießen wird gewählt, da wir Samstag ein wenig einkaufen wollen und einen etwas größeren Ort brauchen. Gießen hat knapp 100.000 Einwohner und ist uns sonst gänzlich unbekannt. Wir haben eine ruhige Fahrt und noch bevor es richtig dunkel wird treffen wir am Ziel ein und dürfen den letzten Stellplatz einnehmen.

Gießen, altes Schloss

Samstag, 27.12.2025

Wir lassen uns nach dem Aufstehen Zeit und wandern gegen 10 Uhr ins Zentrum von Gießen. Es ist Markttag und auch der Weihnachtsmarkt ist noch nicht geschlossen. Die Fußgängerzone wirkt großzügig und ist gut besucht. Ich erstehe eine Schutzhülle für mein neues iPad und eine Powerbank. In der Galeria lassen wir gut Geld. Eigentlich wollten wir nur eine Tasse kaufen.

Wir essen eine Thüringer zu Mittag und machen uns auf den Weg. Zunächst geht es zügig gen Norden. Richtung Süden ist viel los. Aber vor Wolfsburg müssen wir uns doch zunächst in einen Stau einreihen und kurz darauf ist gleich die ganze Autobahn gesperrt. Die letzten Kilometer legen wir auf der Landstraße zurück. Unser Ziel, die Autostadt von VW, ist übervoll. Alle Parkplätze belegt und natürlich auch der Womo-Stellplatz. Wir irren etwas umher, überfahren (überrutschen) ein Rotlicht und werden geblitzt. Schließlich finden wir einen leeren Wohnmobil-Stellplatz auf der anderen Seite des Werks. Kein weiteres Fahrzeug verirrt sich hierher. Wir verbringen eine ruhige Nacht.

Wolfsburg, Autostadt, Parkplatz

Sonntag, 28.12.2025

Wir blieben die einzigen auf dem großen Parkplatz. Über Nacht war es spiegelglatt geworden. Vorsichtig fahren wir zurück zur Autostadt. Es ist bereits recht viel los. Wir finden trotzdem schnell einen Parkplatz, müssen allerdings ein gutes Stück bis zum Eingang laufen. Dort erhalten wir schnell unsere Tickets und haben dann erst einmal Orientierungsschwierigkeiten. So landen wir fast in der Kennzeichenausgabe für die Neuwagenkäufer. Dabei wollten wir ins Automuseum. Das heißt hier Zeithaus. Über mehrere Stockwerke werden verschiedene Themen über Autos behandelt. Es sind nicht nur die VW Marken zu sehen, wobei diese überwiegen. Der Käfer taucht fast in jedem Stockwerk auf. Aber auch viele schöne Sportwagen sind zu sehen und sogar die ID19 von Citroën. Ein kurzer Aufenthalt im Shop und wir laufen ein wenig über das Gelände der Autostadt. Es ist ein großer Weihnachtsvergnüngungspark mit Eisfläche und Karussell. Ein kurzer Blick in die Audi-Galerie. Ein paar schöne neue E-Mobile sind dort ausgestellt. Auch in der VW-Galerie dominieren die E-Autos.

Mittlerweile ist der Parkplatz voll und unser Detlef zugeparkt. Wir essen zu Mittag und fahren weiter nach Lüneburg. Auch hier ist der Stellplatz voll und wir parken nebenan. An der Wassertankstelle geschieht dann ein Unglück. Heidi rutscht heftig auf dem spiegelglatten Asphalt aus und hat Rückenschmerzen.

Montag, 29.12.2025

In der Nacht hat Heidi ihren Rücken mit kalten Waschlappen ein wenig beruhigt. Wir lassen das Krankenhaus von Lüneburg links liegen und fahren weiter zum Hornbach. Eine Gasflasche ist leer.

Wir wollen heute bis Lübeck kommen, entscheiden uns aber kurz vor Lübeck doch gleich bis Kellenhusen zu fahren, wo wir Ingrid und Michael treffen werden. Bei Lübeck gilt es eine Autobahnsperre zu umfahren. Zwischendurch kaufen wir noch ein wenig ein und sind am frühen Nachmittag auf dem Parkplatz in einer Wohnanlage eingetroffen. Die Hockenheimer sind noch nicht da und werden wohl auch nicht so schnell kommen. Also wandern wir ein wenig am Strand entlang, der nur 5 Minuten vom Stellplatz entfernt ist. Es ist kalt und windig. Entlang der Strandpromenade sind kleine Läden und Restaurants. Hier erstehe ich ein paar dickere Handschuhe und eine warme Fleesejacke. Jetzt darf es kälter werden.

Kellenhusen, Strandpromenade

Inzwischen sind die beiden auch da. Wir entern ihr Wohnmobil und trinken einen Kaffee. Dabei bekomme ich den neuen LTE-Router präsentiert. Gott sei Dank ein bekanntes Teil, ein Fritz 6820 – schon ein paar Jahre auf dem Markt, aber immer noch gut – wir haben auch so einen Router an Bord. Bevor auch das Hockenheimer Womo ins Internet kann, muss erst einmal die SIM-Karte aktiviert werden. Das gelingt Heidi und Ingrid schließlich in unserem Fahrzeug inclusive Video-Interview.

Plötzlich stehen Roland und Charlotte vor unserem Fahrzeug und holen uns ab für einen Abend-Spaziergang und einen Besuch des Wintermarkts. Dabei versuchen wir in zwei Restaurants Plätze für den 30. und 31. zu reservieren. Auf dem Wintermarkt spielt ein älterer Herr Musik für alte Leute – Stones und so Sachen. Es gibt guten Glühwein und Langos.

Den Abend beschließen wir im gemütlichen Womo von I+M. Mir gelingt es den Router zum Leben zu erwecken und mit dem Internet zu verbinden. Allerdings sorgt der Wechselrichter für hohen Stromverbrauch und bald gehen bei I+M die Lichter aus.

Dienstag, 30.12.2025

Gegen 11 Uhr gehen wir mit unseren WoMo-Nachbarn an den Strand. Schon bald schmerzt die Lunge von Heidi sobald sie etwas hustet. Sie möchte zum Arzt. In der Denkmalstraße hat heute eine Ärztin bis 12 Uhr Srechstunde. Kurz vor 12 treffen wir dort ein. Das Wartezimmer ist gut gefüllt. Heidi wird auf eine lange Wartezeit aufmerksam gemacht. Michael und ich verlassen Heidi und suchen Ingrid, die sich derweil in einem Klamottenladen einiges an neuer Kleidung angesehen hat und auf Michaels Meinung gespannt ist.

Wir verbliebenen drei wandern die Strandpromenade entlang. Essen Fischbrötchen und suchen das Kaufhaus Stolz auf. Hier gibt es viel billiges Zeug und auch ein paar Markenprodukte, die sich wohl woanders nicht verkaufen ließen. Wir trinken im Nahkauf noch einen Kaffee und spazieren zu den Wohnmobilen zurück. Mittlerweile sind 3 Stunden vergangen und Heidi war zwischendurch gehörig ungeduldig. Doch irgendwann kommt sie dran. Die Ärztin schaut sich die Schulter und Rücken sowie Lunge an und gibt Entwarnung. Die erste Analyse Richtung Prellung ist richtig und Heidi wird noch ein paar Tage Schmerzen haben, aber es wird wieder alles gut.

Abends fahren wir noch zur Entsorgung und zum Laden der Batterien nach Grömitz. Für 3 € gibt es eine saubere Toilette und frisches Wasser.

Später sind wir zu siebt beim Italiener in der Casa Mia an der Strandpromenade von Kellenhusen.

Mittwoch, 31.12.2025

Bei I+M herrscht massiver Strommangel im Wohnmobil. Dadurch fällt auch die Heizung immer mal wieder aus. Sie werden heute eine Ausfahrt machen müssen. Heidi und ich beschließen nach Grömitz zu wandern. Eine Tour am Strand entlang für etwa 2,5 Stunden. Immer auf dem Damm. Eine recht gemütliche Wanderung. Hier gibt es viele Hunde. Die Gegend scheint ein Paradies für Hundebesitzer zu sein. Hunde-Salon, Hunde-Strand, Laden für Hunde-Kleidung und wieder ein Hunde-Strand. Hin und wieder sind auch Radfahrer auf dem Damm unterwegs.

Spaziergang von Kellenhusen nach Grömitz

Grömitz ist deutlich größer als Kellenhusen. Aber wir verweilen nicht lange, sondern nehmen den Bus zurück. Schon eine Viertelstunde später sind wir wieder auf dem Rückweg.

Fußgängerzone von Grömitz

Unser Silvester-Essen nehmen wir im La Chance ein. Offenbar hat der Besitzer gewechselt. Trotz ausreichend Personal und nicht wirklich voll mussten wir 3mal nachfragen, bis wir bestellen durften. 2 große Garnelen und 3 Falafel und Schokotorte mit Vanille Eis für 45 €! Geschmacklich okay, Essen eher kalt, Eis dafür warm.

Danach waren wir bei Michaels Bruder, den Geilers aus Trier eingeladen. Bei Antipasti ging es Mitternacht entgegen. Charly, der kleine Hund der Familie, zuckte bei jedem Böller zusammen. Trotz Verbots im Dorf wurde ausgiebig geknallt. Gegen halb zwei waren wir im Bett.

Donnerstag, 1.1.2026

Gegen Mittag starten wir von Kellenhusen, verabschieden uns von Ingrid und Michael, die noch eine Nacht bleiben wollen. Unterwegs regnet es immer mal wieder. Wir sind früh in Lübeck. Der Platz ist fast leer. Die Verwaltung in der angrenzenden „Erlebniswelt“ ist heute geschlossen.

Ein geruhsamer Nachmittag. Ich lege mich ein wenig hin. Abends gibt es Rosenkohl.

Freitag, 2.1.2026

Mit der Buslinie 12 sind wir in 20 Minuten am Holstentor. In der Nacht ist der Schnee liegen geblieben. Alles ist leicht überzuckert. Lübeck hat ein recht gut erhaltenes Spätmittelalterliches Stadtbild. Der Krieg hat es nicht komplett zerstört. Zum Mittagessen im Café Niederegger gibt es eine leckere Erbsensuppe mit Wiener Würstchen. In einer Marzipanmanufaktur eigentlich ein No-Go. Eine Marzipantorte wäre hier angebracht.

Beim Konkurrenten Mest kaufen wir dann etwas Marzipan und nach 4 Stunden geht es wieder zurück zum Stellplatz. Die Busverbindung ist perfekt.

Aktuell habe ich heftige Probleme mit meiner rechten Seite, Hüfte abwärts, wenn ich längere Zeit sitze. Stehen, laufen, liegen geht schmerzfrei. Sitzen und aufstehen mach keinen Spaß. Eine kleine Challenge mit Heidi. Wer hat die stärksten Schmerzen?

Ironman Kraichgau 2025

Nach einem Jahr Pause wieder Teilnahme als Kampfrichter. Der Einsatz geht über 2 Tage. Am Samstag ist nach dem ausführlichen Briefing die Registrierung der Athleten dran. Ich muss dazu in die Schönbornhalle radeln. Beim Kraichgau sind die Stationen recht weit auseinander. Zwischen Schwimmstart und Ziel an der Schönbornhallte sind es knapp 9 km. Die Route ist nicht ausgeschildert, also immer wieder auf Google Maps schauen, neu orientieren und hoffen, dass man auf dem richtigen Weg ist. Braucht knapp 30 Minuten. An der Registrierung sind gegen 3 Uhr Nachmittags lange Warteschlangen. Laut Athleten warten sie deutlich über eine Stunde. Aber kurz vor 17:00 Uhr löst sich alles auf und wahrscheinlich kommt auch der letzte noch pünktlich zum Rad-Check-In.

Am Abend üppiges Essen zubereitet. DFB-Pokal-Finale angesehen. Der VfB siegt und muss zum Schluss noch aufpassen, dass er den Titel nicht noch verdaddelt.

Ab 5:00 Uhr melden sich die ersten Schiebetüren der Kastenwägen mit dem morgendlich Gang zur Toilette. Ich bleibe bis 6:30 liegen. Mache mir ein gutes Frühstück und gehe gemütlich rüber zum Radstart. Dort warten schon zahlreiche Motorräder und die Kari-Kollegen sind auch fast alle da. Ich werde dieses Mal Roller fahren. Die Honda wirkt kräftig und bequem und Maik ist ein erfahrener Motorradfahrer. Wir dürfen recht lange warten und sehen noch die Profi-Athleten vorbeifahren. Um 9:18 sind wir dran, da sind die Profis schon über eine Stunde im Wettkampf. Jetzt kommt aber das Gros der Altersklassenathleten. Wir müssen Ordnung in die Athleten-Gruppen bringen. Ein paar akzeptieren die Mittellinie nicht. Ich muss leider ein paar gelbe Karten verteilen.

Nervig wird es am Schindelberg. Ein Athlet hat eine Panne und ein paar Zuschauer scheinen zu helfen. Ein Zuschauer will nicht einsehen, dass Hilfestellung nicht erlaubt ist. Verbal wird er ziemlich heftig. Ein Athlet würde jetzt die rote Karte wegen Beleidigung sehen. Mein Motorradfahrer eilt herbei und auch das nächste Motorrad-Duo steht mir schnell bei. Solche Leute verderben einem den Spaß am Einsatz.

Irgendwann hört der Regen auf. In der ersten Hälfte des Rennens begleitet uns immer wieder leichter Regen. Irgendwann sind meine Schuhe durchnäst und ich fange an zu frieren.

Kurz nach 12 ist der Einsatz beendet. Ich gebe mein Strafprotokoll ab und lasse mich von Maik am Camp 2 absetzen. Bald darauf bin ich wieder daheim.

Starlinkkabel durch das Dach führen

Auf unserer Nordamerika-Tour hatten wir schnell festgestellt, dass eine brauchbare Internet-Versorgung über Mobilfunk nur in den Städten funktioniert. Die Kosten erschienen uns außerdem schwer kalkulierbar. Wir entschlossen uns noch bevor wir Nova Scotia verliessen auf das Starlink-System zu setzen. Die Anlage war schnell bestellt. Ohne jegliche Probleme wurde die Starlink zu Patricks Schwiegereltern geliefert. Die Internetverbindung über die Starlink war fast immer zuverlässig verfügbar. Nur im tiefen Wald ging natürlich gar nichts. Immer wenn vor lauter Bäumen kein Horizont zu sehen ist, dann ist die Starlink verloren. Hin und wieder mussten wir einen brauchbaren Platz für die Antenne suchen. Vor allem, wenn die Antenne auf den Boden musste, war das lange Standardkabel nötig. Nur leider wurde das Kabel immer durch ein offenes Fenster geführt. Insekten konnten wir weitestgehend durch das Handbuch abwehren mit dem wir das Kabel am Fensterschlitz einwickelten. Richtig dicht und zufriedenstellend ist diese Verbindung nicht. Also musste eine Dachdurchführung her. Nach etwas Recherche im Internet war klar, dass das Kabel ein gut abgeschirmtes Ethernet Kabel ist und das mit RJ45-Steckern und Buchsen eine Dachdurchführung möglich sein müsste.

Das Starlink SPX-Kabel muss durch ein SPX2RJ45-Adapterkabel und ein Ethernet-Kabel ersetzt werden. Auf das Dach wird ein wasserdichter Penglin RJ45 Adapter montiert. Habe ich von meiner Fachwerkstatt durchführen lassen.

Der zweite Teil des SPX2RJ45-Adapterkabels wird nun in das Kabel aus der Dachdurchführung und in den Starlink-Router gesteckt.

Nun noch den Netzstecker in die 230V-Steckdose und schon startet der Router und kurz darauf beginnt die Starlink-Antenne einen brauchbaren Satelliten zu suchen. Keine 15 Minuten später ist der Internet-Empfang perfekt.

Patricks Tanten im bayerischen besuchen

Unsere Kanadier sind über Weihnachten und Neujahr über den Atlantik gekommen. Nun nutzen Patrick, Alex, Heidi und ich die gemeinsame Zeit um in den ruhigen Tagen nach Neujahr in Pöcking und Wendelstein vorbei zu schauen. Heidi und ich übernachten im Detlef. Die Kinder bei den Tanten.

Am Donnerstag, 2. Januar 2025, treffen wir zum Kaffee in Pöcking ein und haben danach noch Gelegenheit hinunter zum Starnberger See nach Possenhofen zu spazieren. Hier residierte einst die Sissy. Abends wird üppigst Pizza im Mille Lire in Tutzing serviert. Es hat zu schneien angefangen. So viel Schnee hat Detlef noch nie gesehen. Den Vormittag nutzen wir zu einem Besuch im BMW-Museum in der Nähe des Olympia-Geländes von München. Leider haben viele andere die gleiche Idee und es ist eine ziemliche Drängelei um die Fahrzeuge herum. Heidi sichert sich mit einer Maske.

Abends in Wendelstein tauchen alle Biedermänner und Biederfrauen auf und es wird ein lustiger Abend. Alex und Patrick übernachten im Hotel Wendelstein. Die Heimfahrt am Samstag nutzen wir zu einem Abstecher nach Rothenburg ob der Tauber.

NA120 – Durch die Ölfelder von Texas

Auf der Fahrt nach San Antonio verbrachten wir eine ziemlich laute Nacht in Pecos am Highway 285. Ständig waren Zubringer-Trucks zu den Ölfeldern unterwegs. Die donnern wohl auch ab und zu mit Rindern zusammen. Unterwegs lagen zwei tote Kühe mit geblähten Bauch am Straßenrand. Kein schöner Anblick.

Bis Fort Stockton geht es auf der 285 weiter. In Fort Stockton gibt es den letzten Walmart vor San Antonio. Wir brauchen wieder Propane. An einer Rest Area der I-10 können wir unseren Detlef ver- und entsorgen. Ich hatte die Übernachtung in Junction geplant. Der Ort macht seinem Namen Ehre. Nur Tankstellen und Truck Stops. Wir tanken voll. Für eine Übernachtung ist es uns aber zu laut. 

Wir fahren weiter und landen schließen in Kerrville am Old Country Store von Cracker Barrel.

NA117 – Wanderung mit Jürgen auf Eldorado Trails

Oberhalb von Lamy, ein Haltepunkt der Santa Fe Railroad, hält die Eldorado Neighbourhood ein riesiges Grundstück und hat hier ein Trailsystem für die Bewohner ausgebaut. Auch Jürgen hat vor ein paar Jahren mitgeholfen Trails anzulegen.

Unser Hike geht über 15 km immer wieder bergauf und bergab. Hinunter in Arroyos und hinauf auf zahlreiche Aussichtspunkte. Die Berge in der Ferne sind noch schneebedeckt. Während unserer 3,5 Stunden Wanderung begegnen wir keinem Menschen. 

NA103 – Events in Yuma – So feiert die amerikanische Provinz

Yuma bietet alles, was wir von der amerikanischen Provinz erwarten. Zunächst das klassische Rodeo. Wir haben darüber schon berichtet.

Am darauffolgenden Wochenende gab es ein BBQ Festival in der Main Street. Dutzende von Grills in allen möglichen und unmöglichen Formen waren in den Nebenstraßen der Main Street aufgebaut.  Wie der Wettkampf funktionierte konnten wir nicht ermitteln. Zum BBQ Wettbewerb gab es Live Music, Tanzdarbietungen und eine volle Main Street und dieses Mal hatten alle Läden geöffnet. An einem Grill habe ich ein amerikanisches Gyros gegessen, Heidi ein Sliced Pork. Die Fahrräder hielten dieses Mal ohne Panne durch.

Eine Woche später ein weiteres typisches Event des amerikanischen Südwestens, ein Classic Car Treffen. Das „Midnight at the Oasis“ auf den Baseball-Feldern von Yuma. Hunderte meistens perfekt gepflegte Autos, mindestens 45 Jahre alt. Viele aber deutlich älter, bis zu 100 Jahre.

Der Andrang war groß, hier waren weitaus mehr Menschen als beim BBQ-Festival trotz Eintrittsgeld. Alle Parkplätze belegt. Zu sehen waren natürlich fast ausschließlich alte US-Straßenkreuzer, Pickups und Muscle Cars und immer wieder die Corvette und der Ford Mustang. Ein paar Italiener, Porsches und VWs waren auch darunter und sogar ein 2CV.

NA98 – City of Yuma Citylauf

Yuma February Fun Run&Walk 5k/10k. Schon morgens um 8 ist der Start. BIP (Start-Nr) gibt es um 7. Wie gestern gesehen, sind die Parkplätze nicht allzu zahlreich. Wir stehen um 6:30 auf. Womo war gestern Abend schon weitestgehend abfahrbereit. Heute nur Landstrom entfernen und Propane abstellen. Gegen 7 treffen wir am West Wetland Park ein. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen. Es sind schon einige Fahrzeuge auf den Parkplätzen. Ich hole die BIP. Name nennen und schon habe ich die 2379 in der Hand. Als Start-Nummern-Band habe ich ein kleines Wimmerl auserkoren. Mit Hilfe von Sicherheitsnadeln hält die Nummer perfekt. Heidi hat derweil Kaffee gekocht. Wir frühstücken gemütlich und eine Viertelstunde vor dem Start gehen wir hinüber zur Start und Ziellinie. Mittlerweile ist es hell geworden. Es ist leicht kühl, manche tragen lange Klamotten. 

Punkt 8 Uhr ist der Start meiner Gruppe. Ein recht kleiner Haufen. Einige Minuten später starten die 5er. Die ersten 5er überholen mich dann auch schon nach knapp 2 km. Leider ist nur die erste Meile markiert. Danach muss ich mich auf meine Garmin verlassen. Ziel für heute unter einer Stunde, aber wenn der Puls über 160 geht, langsamer werden. Ich fühle mich hervorragend, muss mich also bremsen um die Start-Euphorie nicht später zu bereuen. Es geht zunächst kurvig durch den Wetland Park. Nach dem die 5er Richtung Ziel abgebogen sind, müssen wir ewig geradeaus laufen. Mein Zeitplan scheint zu funktionieren. Eine 55er Zeit ist drin. Wir laufen noch über das Yuma Prison hinaus und dürfen umdrehen. Ich fühle mich weiterhin ziemlich gut und beschleunige ein wenig, hole dabei den einen oder anderen Läufer ein und ziehe vorbei. Es bleibt auch noch genug Energie um einen Zielspurt hinzulegen. Ich bleibe gut unter 55 Minuten und es reicht für den zweiten Platz in der Altersgruppe und eine Medaille. Überraschung beim Durchforsten der Ergebnislisten – der erstplatzierte meiner Age Group war gut 15 Minuten schneller. An so eine Zeit bin ich auch in meiner besten Zeit nicht herangekommen.