Archiv der Kategorie: Urlaub

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Ziel Amsterdam

Herbst-Tour in die Niederlande. Wir starten am Freitag-Nachmittag, 29.10.21, und kommen bis Piesport. Ein Stellplatz direkt an der Mosel, mitten in den Weinbergen. Prima Einstieg in die Tour und um Klassen besser als eine Übernachtung auf einem Autobahn-Rastplatz. Wir fahren weiter bis Aachen. Wieder ein schöner Platz mit der City in Laufentfernung. Lernen Aachener Printen kennen und lieben. Interessanter Dom und lebendige Innenstadt. Am Sonntag geht es weiter an die holländische Küste. Wir erreichen Noordwijk und machen im Regen eine Wanderung an den Strand. Gerne wären wir länger geblieben, aber leider muss der Platz zum 31. Oktober schließen, also geht es gleich weiter bis Amsterdam. Camping Zeeburg liegt auf einer Insel im Osten der Stadt umgeben von vielen Straßen. Bis zur Tram-Endhaltestelle Flevopark eine knappe Viertelstunde. Unser Stellplatz Y10 ist zwar einer der größeren aber leider ziemlich schief und jeden Tag wird er etwas schiefer. Der erste Tag Amsterdam führt uns ins Stedelijk Museum, Kunst der 20. Jahrhunderts. Danach durch die Innenstadt. Heidi ersteht einen Regenmantel und ich ein paar Holzschuhe.

Der zweite Tag in Amsterdam begrüßt uns mit Sonnenschein. Ideal für die geplante Grachtenfahrt (Video Grachtenfahrt). Eine Stunde auf dem Wasser bis hinüber nach Amsterdam Noord. Danach Mittagessen beim Inder. Beim Getänk habe ich mich vergriffen. Der Geruch wurde von Schluck zu Schluck unerträglicher. Der Hauptgang, ein Buttercurry mit Huhn, war lecker. Den Rest des Nachmittags haben wir nach Käse gesucht und zwischendurch noch ein schickes Radtrikot erstanden. Heute ging es dann weiter zum Afsluitdijk (Abschlussdeich). Der Damm quer vor dem IJsselmeer. Etwa 30 km Autobahn mitten durch das Wasser. Übernachtung dann in Zurich gegenüber der Zürich-Bank. Wir sind die einzigen Touristen im Ort. Spaziergang auf dem Damm und an vielen Schafen vorbei. Die Nordsee liegt ruhig da.

29.10 Piesport, Moselstraße 17kleiner Platz direkt an der Mosel
30.10 Aachen, Branderhofer WegHalbe Stunde Fußweg bis in die Stadt
31.10 Noordwijk, Kraaierslaan 30hinter den Dünen, weiter Sandstrand, letzter Tag, öffnet wieder am 15.3
1.11 Amsterdam, Camping ZeeburgZehn Minuten bis zur Tram 3/14. Reservieren!
4.11 Zurich, Caspar de Roblesdijk 3kleiner Platz, im Ort hinter der Düne, ruhig, für Spaziergänge an der Nordsee
5.11 Koblenz, Schartwiesenweg 6teuer aber direkt am Zusammenfluß von Rhein und Mosel mit Blick auf des Deutsche Eck

Sommer 2021 – Wie ging es weiter?

Der Rauschelesee bei Keutschach mit Campingplatz und Liegewiese

Ihr vermisst das Ende unserer Tour? Wir wurden immer schreibfauler. Der Rauschelesee bei Keutschach hat uns tiefenentspannt. Wir blieben dort eine ganze Woche. Aber dann haben wir uns gesagt: Wir haben doch ein Wohnmobil und das will reisen und es ging dann noch über Villach und Camping Falle weiter nach Südtirol. Camping Falle ist ein riesiger Camper-Zubehör-Laden. Der Aufenthalt hat uns über 100 Euro gekostet. Zur Fahrt nach Südtirol haben wir den Pass durch das Gailtal genommen. Eine teilweise enge und steile Straße. Das Womo kam überall durch. In Bruneck haben wir neue Teller erstanden und wollten noch ein paar Tage in Südtirol anhängen. Aufgrund der Hochsaison war leider alles weitestgehend ausgebucht. Mehr als eine kleine Wanderung durch die Apfelplantagen von Tesimo oberhalb von Meran war nicht mehr drin. Zum Schluß noch eine Nacht in der Nähe von Ulm (Staig).

Radtour um den See
Schlosshotel Velden
Maria Wörth
Gailtal
Pustertal
Bruneck
Bruneck
Bruneck
Blick auf Meran
Blick auf Meran
Obertalmühle, Tesimo
Obertalmühle, Tesimo
Pute wartet auf Weihnachten
Tisens
Apfelplantage Tisens

Kärnten – die sonnige Seite Österreichs

Von Maribor aus fahren wir die Drau hinauf Richtung Österreich. Das Tal ist recht eng, immer wieder wilde Kurven, wenig Verkehr. Der Grenzpolizist hat Langeweile und kontrolliert die Pässe und stellt Fragen zur weiteren Reise. An Klagenfurt vorbei kommen wir zum heutigen Ziel, dem Rauschelesee bei Reauz. Der Platz ist recht voll, wirkt aber gemütlich und der kleine See lädt zum schwimmen ein. Endlich ist mal der Seeboden nicht nur nicht zu sehen, sondern auch tatsächlich zu tief um zu stehen. Jeden Tag versuche ich ein paar mehr Kraulzüge.

Strandbad am Rauschelesee

Dienstag früh radeln wir nach Klagenfurt. Eine knappe halbe Stunden, dann sind wir mitten in der Stadt. Von absoluter Ruhe in dem abgelegenen Bergtal hinein in die „wuselige“ Stadt. Klagenfurt brande im 16. Jahrhundert vollständig ab und wurde dann schnell in einem einheitlichen Stil wiederaufgebaut mit größeren Straßen und großen Plätzen. Ein gewisser südländischer Flair ist zu spüren. Im WMF-Shop erstehe ich einen Stabmixer, der fehlte im Womo und Heidi muss bei Esprit eine kurze Hose und ein T-Shirt mitnehmen. In einer italienischen Boutique kommt noch ein Kleidchen dazu. Zurück 90 Höhenmeter sind mittlerweile kein Problem.

Mittwoch, 11. August. Wir stehen spät auf, kommen beim Frühstück nicht in die Gänge. Es wird fast Mittag bis wir zur Wanderung aufbrechen. Wir wollen auf den Hausberg – der Plöschenberg. Obwohl der Weg am Campingplatz starten soll, brauchen wir eine Stunde bis wir auf dem markierten Weg landen. Der führt schließlich steil bergan. Oben erreichen wir schöne Almwiesen und haben einen herrlichen Blick über unser kleines Tal bis hin nach Klagenfurt und die Berge Richtung Norden. Steil geht es auch wieder hinunter. Die Hitze hat uns ganz schön geschafft. Faul lassen wir den Tag ausklingen.

Abstecher nach Slowenien – Maribor an der Drau

Seltsam wie lange ich dieses Mal brauche, um so richtig in Urlaubsstimmung zu kommen. Der Balaton war überhaupt nicht geeignet. Irgendwie seltsame Stimmung da. Vieles erinnert noch an den alten Ostblock. Schlecht gepflegter Platz, muffige Leute, uralte und extrem laute Lokomotiven. Dazu eine Sprache ohne jeglichen Zugang. Nach drei Tagen war genug (Video Balatontour). Nun sind wir in Slowenien. Die Stimmung besserte sich schon beim Grenzübergang. Der Vignetten-Laden an der Grenze das komplette Gegenteil zum Tabakshop an der ungarischen Grenze letzten Mittwoch. Wir sind wieder im Westen.

Maribor wirkt modern und weltoffen. Viele Kneipe mit Außengastro. Unseren Stadtbummel beenden wir mit einem leckeren Cappuccino. Unser Stellplatz ist Spitzenklasse. Direkt an der Drau, direkter geht nicht.

Schwarzwaldtour

Mein Jakobswegprojekt ist noch immer am köcheln. Zur Vorbereitung werde ich heute und morgen mit vollem Gepäck von Karlsruhe über Nagold nach Weigheim radeln. Die ersten 109 Kilometer sind geschafft. Ich liege im Hotelbett mit Blick auf die Burg Hohennagold. Eine Pizza Marinara und ein kleiner Salat sowie 2 Hochdorfer Export haben mich gesättigt. Für morgen habe ich vorhin noch im Edeka gegenüber vom Hotel eingekauft. Der Edeka hat Großstadtniveau. Für die Auswahl muss ich in Karlsruhe schon in die City zum Scheck-In. Unser Neureuter Edeka hat da doch nur alltägliches zu bieten. Nagold selbst wirkt vermögend. Einige sehr gut restaurierte Fachwerkhäuser. Einige Neubauten. Irgendwann muss die Stadtplanung mal alles durchgewunken haben. Nagold hat schöne Ecken, aber man merkt dann doch den Stadtbrand des 19. Jahrhunderts, der viel zerstört hat. Viele Familien sind unterwegs. Auch auffallend viele hübsche, junge Mädchen! Obwohl heute Montag ist, sind die Restaurants voll. Okay, es ist warm, manchem sogar zu warm. Alles drängt nach draußen.

Wie war die Tour? Ich bin kurz vor 9 Uhr weggekommen. Auf der Ebene kann man das Zusatzgepäck ganz gut wegdrücken. Aber jedes Prozent Steigung tut doppelt weh! Der Schnitt ist gerade mal knapp über 17 km/h auch wenn ich viele Abschnitte mit deutlich über 20 km/h radeln konnte. Die Tour ist hüglig. Es hilft wenig, dass große Teile zunächst die Enz hinauf und anschließend die Nagold entlang verlaufen. Morgen wird spannend. Wieviel Höhenmeter muss ich zurücklegen, um von hier ins Neckartal zu kommen. Dann wird es wieder moderater um die letzten Kilometer hinauf nach Weigheim noch einmal richtig heftig zu werden.

Video Schwarzwald Tour Tag 1

Video Schwarzwald Tour Tag 2

Oktober Tour – Fazit

Ich konnte mich herrlich treiben lassen. Jeder Tag war gut ausgefüllt. Sei es durch Sport, Einkaufen, Womo versorgen. Immer gab es etwas zu tun. Die Abende habe ich mir oft mit Netflix vertrieben. Die Serie Spartacus ließ mich so manche Nacht nicht los. Viel Radfahren (750 km) und ein wenig Laufen (52 km). Radfahren war oft hart, die Temperaturen niedrig und die Luft feucht. Auch der Wind war nicht ohne. Die ersten 3 Wochen hat das Womo keine 1000 km zurückgelegt. Erst als Heidi die letzte Woche hinzukam musste es richtig schwer arbeiten. Es ging quer durch die Republik an den Müritz-See. Sollte man mal gewesen sein, muss man aber nicht wieder hin.

Route der Oktober Tour

  1. Müller-See 1, 79359 Riegel, 1.10.
  2. Schwimmbad, Friedhofweg 13, 79249 Merzhausen, 4.10 – Übungsleitertraining
  3. Sporthalle, Jahnstraße 17, 79423 Heitersheim, 4.10 – Übungsleitertraining
  4. Stellplatz, Ziegleweg 7, 79379 Müllheim, 4.10 – gratis Stellplatz
  5. Parkplatz Burg Rötteln, Schlossgasse, Lörrach, 5.10
  6. Rhein Camping, Jahnweg 22, 79761 Waldshut-Tiengen, 5.10
  7. Sonnental-Camping,  Im Doggenhardt 1, 78234 Engen, 9.10
  8. Erwin-Hymer-Museum, Robert-Bosch-Straße 7, 88339 Bad Waldsee, 12.10 – gratis Stellplatz
  9. Camping Ringelsmühle, Ringlesmühle 1, 73469 Riesbürg-Ringlesmühle, 13.10
  10. See Camping Langlau, Seestr. 30, 91738 Pfofeld-Langlau, 16.10
  11. Fortuna Camping, Neckarstr. 6, 74862 Binau, 21.10
  12. Kentuckyallee 19, 76149 Karlsruhe, 24.10
  13. Freizeitbad Woliday, Reudenerstr 87, 06766 Bitterfeld-Wolfen, 26.10
  14. Campingplatz Ecktannen, Fontanestr. 66, 17192 Heilbad Waren, 27.10
  15. Festplatz am Schwedensteg, 95326 Kulmbach

Zusammengefasst: am schönsten war es am Rhein. Der Kaiserstuhl war wunderbar mit Appetit auf mehr. Die Ostalb und die fränkische Seenplatte lohnen ein Wiedersehen.

Oktober Tour – Tag 28 – Müritz See

Müritz See

Wir sind weiter in Womo-Quarantäne. Habe am Wochenende Heidi abgeholt. Am Montag sind wir dann Richtung Meckpom aufgebrochen und haben gestern das Heilbad Waren am Müritzsee erreicht.

Heute führte uns eine Radtour durch den Nationalpark. Typisches Herbstwetter. Kühl, etwas Sonne. Um den See herum führen ausgedehnte Laubwälder durchbrochen von einigen Kiefernhainen. Die Route ist hügeliger, als es das flache Land erwarten lässt.

Der Käflingsberg mit 30m Aussichtsturm erreicht sogar 100 HM und liegt damit 40m über den Seen. Ich hab’s nicht bis oben geschafft. Als ich Baumwipfelhöhe erreichte wurden die Knie weich.

Oktober Tour – Tag 22 – Neckartal

Schön ist es im Ländle. Burgen gibt es zuhauf. Die meisten ehemalige Wegezoll Stationen. Der Unterschied zwischen Wegelagerern, Raubrittern und staatlicher Willkür ist hier fließend.

Mein Platz liegt in Sichtweite vom AKW Obrigheim (stillgelegt seit 2005). Von hier aus bin ich nach Heidelberg gefahren. Ziel die Altstadt-Neckarbrücke. Der Weg ist oft sehr schlecht und miserabel ausgeschildert. Ohne Fahrrad-Navi hätte ich so manche Abzweigung verpasst. Der Fluss fällt als Orientierung aus. Urplötzlich geht es steil in den Wald hinein. Brücken müssen überquert werden und manchmal steht nur eine schmale Spur entlang der vielbefahrenen B37 zur Verfügung.

In Heidelberg erreicht mich die Nachricht, dass mein lieber Freund und Klassenkamerad Heinz vor ein paar Tagen seinem Krebsleiden erlegen ist.

Ich entscheide mich den gleichen Weg wieder zurück zu radeln und komme erstmals seit langem auf über 100 km. Auf dem Rückweg bin ich deutlich schneller. Darauf lässt sich aufbauen.