Die vergangene Nacht hat es durchgeregnet. Am späten Nachmittag soll es weiter regnen. Wir wollen die trockene Periode nutzen und zum westlichsten Punkt des französischen Festlandes radeln, der Pointe St Mathieu. Die Radtour hat einige giftige Anstiege. Heidi brettert mit vollen 250 Watt Brose Motor Unterstützung an mir vorbei und schaut oben gelangweilt meinen Bemühungen den Hügel zu erklimmen zu. Am frühen Nachmittag sind wir zurück.Wäsche waschen. Der Tag wird mit jeder Stunde sonniger. Endlich mal faulenzen. Der Urlaub ist da.
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Gasversorgung in Frankreich
Oh je, im Sommer ist der Absorber-Kühlschrank der Gasverbraucher Nummer 1. Vor allem, wenn man autark irgendwo in der Gegend steht. Spielt natürlich keine Rolle, wenn man auf dem Camping-Platz steht und Landstrom zieht. Aber in diesem Jahr stehen wir vor allem auf Womo-Stellplätzen und die bieten außer Entsorgung und Wasser nichts an. Also verbrennt der Absorber Gas Tag und Nacht, außer wir fahren durch die Gegend. Nach 3 Tagen ist dann die angebrochene Flasche leer. Laut Handbuch benötigt der Absorber pro Tag gut 2l Gas! D.h. die nächste Flasche ist in 5-6 Tagen auch leer. Nach Hause fahren? Aber in Frankreich gibt es doch an jeder Ecke Gasflaschen! Nur welche ist die richtige? In Tregastel gibt es einen Automaten mit 24h Gasversorgung der Firma Butagaz. Ein Automat, also niemand, den man fragen kann. Das Internet bietet widersprüchliches. Ja, Gas kannst Du in Frankreich kaufen, Flasche leihen, Pfand bezahlen, irgendwann zurückgeben, aber Du brauchst einen Adapter, den gibt es natürlich nur in Deutschland. Der Franzose braucht den ja nicht. Die graublaue 13l Propangas-Flasche wird von einzelnen empfohlen. Aber immer wieder taucht der Adapter D4 auf. Heute morgen dann Risiko !!! Womo am Automaten abgestellt. Versucht mit diesem zu kommunizieren. Ja, er hat eine graublaue und will mir auch eine vermieten. Visa-Karte reinschieben. Empfangsbestätigung wird gedruckt, Abbuchungsbestätigung wird gedruckt und dann: Vorgang abgebrochen, Kartenlesefehler. 43 Euro weg.
Heidi ruft: Tür zu Fach 15 ist auf. Tatsächlich mit der Tür öffnet sich der Zugang zu einer vollen Flasche. Dumm nur, die Tür zu Fach 14 war schon die ganze Zeit auf, da steht auch eine volle graublaue! Okay, wir sind ja ehrlich.
Nun, auf zum Womo, Gasfach öffnen, deutsche Flasche raus, französische rein. Anschließen, Schraubverschluss passt, hurra! Gas öffnen, Gas-Druck steigt, prima, die Gasversorgung ist gesichert. Der Urlaub kann weitergehen.

Cote de Granit Rose – Video
Tregastel
Weiter Richtung Westen. Die Landschaft verändert sich kaum. Die Küste erscheint jedoch wilder. Dicke Felsbrocken finden sich und lassen nur kleine Badeabschnitte zu. Es ist kälter geworden, Wind kommt auf. Wir essen im Womo. Gasverbrauch des Kühlschranks könnte ein Problem werden, hatte gedacht ich komme mit der angebrochenen Flasche durch den Urlaub. Heute war sie leer. Werden wohl doch demnächst einen Camping-Platz anfahren mit Landstrom.



Rotheneuf
Gewitter , Regen, kein Sonnenschein. Bretagne = Klein-Britannien. Das Wetter passt. Erst gegen Mittag kommen wir in die Gänge. Ausflug zum Super U. Später schaffen wir eine kleine Rad-Tour entlang der Küste. Skulpturengarten, Saint-Malo und dann schnell zurück. Der Himmel ist schwarz.






Cancale

Nach einem gemütlichen Frühstück im Womo auf der Autobahn-Raststätte ging es gegen 10 Uhr weiter. Es wurde langsam heiß. Die Reifen hatten schon ein halbes Atü zuviel auf der Meßuhr. Bis Rennes war alles Autobahn, aber bis kurz vor Saint-Malo bleibt selbst die Kreisstraße 4-streifig.

Wir haben uns Cancale ausgesucht. Das kleine, ehemalige Piratennest liegt direkt an der Küste zwischen Saint-Malo und Mont St. Michel. Guter Ausgangspunkt für Fahrradtouren. Entgegen unserer Erwartungen, ist es am Meer genauso heiß wie im Landesinneren. Unser Stellplatz bietet nur Fahrzeugschatten. Die Bäume sind noch viel zu klein.

Wir packen Rucksack und wandern runter ans Meer. Hier überwiegt Steilküste. Der Streifen Strand ist recht schmal und reicht nur für ein kleinen Fischerort.
Auf in die Bretagne
Corona hat so manches durcheinander gebracht. Den ersten Womo-Urlaub wollten wir schon Pfingsten machen. Es wurde ein verkürzter Ausflug nach Wien. Jetzt also Bretagne.
Ganz Europa stöhnt unter der Hitze, Temperaturen über 30 Grad, die 40 nicht mehr weit. Am besten fahren, fahren, fahren. Die Klimaanlage küht angenehm herunter. Wir sind gegen 11 weggekommen. Heidi war noch beim Doktor und in der Apotheke. Kurzes Mittagessen irgendwo bei Metz. 15 Minuten hinlegen. Paris gegen 18:00, wenig Verkehr, nach einer halben Stunde haben wir auch die französische Hauptstadt hinter uns. Auf den Rastplätzen müssen wir lernen, uns bei den PKW einzusortieren. Bei den LKW gibt es keinen Platz und ist ungemütlich. Die Parkplätze für die PKW sind groß und wenn unser Detlef 4 Plätze verbrät, fällt das nicht wirklich auf.
Wir kommen gegen 20 Uhr kurz vor Le Mans an unserem Übernachtsungsplatz an. McDonalds lädt ein, wie früher mit den Kindern. Ohne einen BigMac darf der Frankreich-Urlaub nicht starten, echt!
Morgen geht es ans Meer, die Temperaturen sollen dort deutlich niedriger sein.
Quebec Reiseberichte
Quebec ist riesengroß. Internet ist nicht allgegenwärtig. Daher habe ich diese Mal ein wenig das Format geändert. Es wird ein paar PDF-Dateien und hin und wieder ein Filmchen geben. Alles wird in diesem Beitrag aufgelistet. Also immer mal wieder reinschauen. Kann aber schon mal ein paar Tage dauern bis ein Update erfolgt.
- Reisebericht 1
- Reisebericht 2
- Reisebericht 3
- Video Quebec City
- Video Zum Lac Rimouski
- Video Trois Pistoles oder zurück zu de Leut
- Video Zeltaufbau am Lac Kenogami
- Foto-Gallery
- Reisebericht 4
Unsere Unterkünfte:
23. – 24.7 Libertel Gare de L’Est, Paris (schönes Hotel, gegen über vom Bahnhof)
24. – 26.7 The Sherbrooke Suites, Montreal (bitte nicht wieder, Wohnheimatmosphäre zum 4-Sterne Hotel-Preis)
26. – 29.7 Camping La Relâche, Lèvis
29.7 – 1.8 Lac Rimouski #4, Réserve faunique de Rimouski, Sépaq
1. – 2.8 www.campingbondesir.com, Les Bergeronnes (der
Mückenplatz, am St. Lorenz)
2. – 3.8 www.jardindemonpere.com, La Baie, Saguenay
3. – 5.8. Centre Touristique du Lac-Kénogami, Sépaq
5. – 7.8 Camping Haut de la Chu, La Tuque
7. – 8.8 Camping Russel, 1317 Rte 125 N, Saint-Donat (dann lieber beim Walmart!)
8. – 9.8 www.campingcantley.com, Cantley
9. – 12.8 Le Refuge 58, Camping, Parc national d’Oka
12. – 14.8 Best Western Plus Hotel, 161 Rue Sainte-Catherine E, Montreal
Ein paar Tips:
- SIM-Karte für Quebec von simlystore.com ca. 60 Euro für 4 Woche (Flatrate)
- Sepaq Mitgliedschaft, gratis Parkeintritt
- Cruise Canada VIP mit Abhol-Service und später Abgabe, Aufpreis hat sich gelohnt, alles stressfreier
- Canada Shield prima Whisky
Auf nach Quebec

Schon gestern sind wir mit dem ICE nach Paris gefahren und haben in einem Hotel direkt gegenüber des Gare de l’Est übernachtet. Erst noch Lage checken, morgen früh geht es mit dem RER zum Flughafen Charles de Gaulles.
Mit der Metro 4 besuchen wir noch ein wenig die Innenstadt. Notre Dame sieht von weitem intakt aus, lediglich die Gerüste an den Seiten fallen auf. In einem der Touristen-Restaurants gibt es für uns beide leckeren Salat, ich mit Schinken, Heidi mit Käse.

Schon früh schlafen wir.
7:45 aufstehen. 9:15 auf zum Gare du Nord. Gegen 10 am Flughafen. Weiter Weg zur Gepäckaufgabe. Vorher noch Aufkleber am Automaten besorgt. Spart Zeit. Mit der Bahn geht es weiter zum Gate. Gepäckkontrolle ohne Probleme. Ein wenig einkaufen. Whiskey scheint teuer. Schokolade und Wurst ist okay. Nach gut 2 Stunden sind wir am Gate.
Boarding ist zäh. Maschine wurde getauscht. Sitzen weiter hinten und in der Mitte. Ein Fluggast ist nicht aufgetaucht, jetzt müssen sie sein Gepäck ausladen. Hunger kommt langsam auf. Mal sehen was Air France so bietet. Die Filmauswahl ist ganz passabel. Sollte für ein paar Stunden genügen.

Rottach-Egern
Die letzten Urlaubstage verbringen wir am Tegernsee. Wir haben uns die Romantik-Suite in der Villa Adolphine gegönnt. Großer Wohnbereich, großes Schlafzimmer, riesige Terrasse und ein verbautes Bad. Das Hotel hat gerade einmal 15 Zimmer und liegt inmitten eines großzügigen Parks. Herrlich
ruhig hier und ums Eck liegt gleich der See. Einfach schön hier. Jetzt ist Entspannung pur angesagt.
Nachmittags müssen wir die Tegernsee-Card nutzen und fahren gratis zum Kloster. Dort befindet sich das Bräustüberl. Wie am ersten Tag gibt es je ein Helles und ein paar Weißwürste.
Donnerstag, große Wanderung auf den Baumgartenschneid. Steiler Anstieg. Wir testen Komoot . Die Tour ist ganz schön heftig, aber wir sind jetzt trainiert. Danach noch auf den Riederstein, zur Kapelle. Winzige Kapelle für gerade sechs Gläubige und den Priester. Alle Sünder des Ortes haben für den Bau gespendet. Waren eine ganze Menge.
Freitag ausnutzen aller Transportangebote. Hinauf auf den Wallberg mit der Gondel. Alles voller Paraglider, die sich von hier noch viele Meter in die Höhe schrauben. Nachmittags große Tegernsee-Runde mit dem Boot. Abends dann zum zweiten Mal in des Weinhaus Moschner. Gutes Essen, nette Bedienung.
Heute morgen mit dem Taxi nach Gmund und zurück mit dem Zug nach Karlsruhe.