Ich bin ab heute, 14:35 EST in Boston. Und werde ab da vier Wochen in den USA verbringen.
Und da seit neuestem sogar meine Eltern bloggen, werde ich, als Digital Naiver, mich auch mal daran wagen. Ob ich allerdings eine ähnliche Frequenz an Beiträgen erreiche – vermutlich nicht 😉
Man muss nicht bis Rio. Auch hier gibt es eine Christusstatue. Von dort aus kann man mit einer Seilbahn an einem kleinen Strand runterfahren. So ca. 300m abwärts. Wir habens noch nicht nach unten geschafft, mangels ausreichend Sonnencreme.
Also es ist nicht so, dass wir gar nichts mehr tun. Gestern waren wir in Funchal, der Hauptstadt Madeiras. Wir haben uns den „wichtigsten“ Sohn der Stadt, Cristiano Ronaldo angeschaut. Da gibt es eine lebensgroße Figur, die ihm, dem „schönen“ Ronaldo so gar nicht gerecht wird.
Wir haben die Santa Maria von Columbus gesehen und die Sissi. Garniert mit Blumen. Blumen und Baumblüten sind schon klasse. Was wir mühsam im Wohnzimmer und auf der Terrasse ziehen
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Und dann haben wir natürlich Madeira probiert. Von dry bis sweet.
Seitdem das tägliche Marschpensum von 10 Stunden auf Null reduziert ist, scheint auf Madeira nix mehr los zu sein. Das Expeditionscorps hat Stiefel, Marschgepäck und andere Ausrüstung abgegeben und ist seitdem bewegungslos in der Deckung verschwunden. Lageberichte und Aufklärungsfotos wurden eingestellt. Wir sind von jeglicher Information abgeschnitten. Rainer, Heidi was treibt ihr den ganzen Tag? Meldet euch mal wieder!
Schön Grüße aus Karlsruhe vom Lichterfest im Stadtgarten.
So ein Riesenhotel nach einer Woche Einsamkeit – schwierig. In dem Schuppen sind wahrscheinlich über 700 Leute untergebracht. Abendessen in zwei Schichten, das Restaurant fasst 380 Personen und ist voll bis auf den letzten Platz. Ist schon ein wenig nervig beim Frühstück erst einmal einen freien Tisch zu suchen. Malle war da letztes Jahr weitaus angenehmer.
Zu unserem Blog:
in der oberen Leiste ist ab heute ein Link zu meiner Madeira Wine Seite. Da werde ich unsere weitere Suche nach trinkbarem Madeira dokumentieren.
für Smartphones gibt es für Autoren eine nette App. Vor allem für I-Phones funktioniert die richtig gut.
Für alle da draußen, die auch mal einen Kommentar oder Beitrag leisten wollen und keinen User-Account haben: meldet Euch, habe guten Internet-Zugang und der Benutzer ist schnell erstellt.
Jardim do Mar hat uns mit schönem Wetter empfangen. Das Wetter hat schon ein paar Ueberraschungen parat. An der Küste herrlicher Sonnenschein und in den Bergen hängt eine Wolke und da ist dann unsere Wanderung. Die Bergtaeler sind derartig grün und voller Wasser. Der eine Regentag im August kann sich nur auf die Südküste beziehen. Die Temperaturen waren genau richtig. Immer irgendwo um die 25 Grad. Da macht einem ein nasses Hemd nicht viel aus.
Die Küche ist nicht besonders abwechslungsreich. Überraschend ist was serviert wird, wenn man etwas vermeidlich bekanntes bestellt. Mein Entrecote waren eher Rippchen. Bei Spaghetti Bolognese fehlten die Tomaten.
Ich sitze noch ein wenig auf unserer Riesenterrasse . Taxi kommt in einer halben Stunde. Erster Ruhetag seit einer Woche. Und nichts geplant für die nächsten Tage. Ihr werdet mitbekommen was daraus wird.
Das Programm für heute gemütliche Levada-Wanderung, keine 3 Stunden. Der letzte Tag der Treckingtour. Wie immer werden wir um 9 am Hotel abgeholt und irgendwo in der Wildnis ausgesetzt. Der Fahrer zeigt kurz den Fährtenbeginnn, fragt nach der Abholzeit am Ziel und verschwindet. Zur Levada sind ein paar Stufen zu überwinden. Wir verschwinden mit ihr dann schnell im tiefen sattgrünen Urwald. Hin und wieder geht es ein paar steile Stufen hinauf, das Wasser der Levada braust neben uns den Hang hinab. Wir sind recht zügig unterwegs und erreichen unser Ziel die Madre da Levada (die Mutter der Wasserversorgungsleitung) deutlich vor der Zeit. Die heutige Zeitnahme kam wohl vom 1-Stiefel Wanderer (wir sind 3-Stiefel Wanderer – gemäß Veranstalterranking). Die Madre de Levada ist ein Wasserfall mit netter Gumpe. Doch die Außentemperaturen laden leider nicht zum Bade ein. Wir laufen noch ein Stückchen weiter und finden ein trockenes Plätzchen für die Mittagspause. Wir müssen den letzten Kilometer wieder zurücklaufen, kurz noch ein Steilstück überwinden und sind am Zielparkplatz, eine halbe Stunde zu früh. Unsere Taxifahrer kommen meistens 15 Minuten früher, sodass die Wartezeit nicht lange ausfällt.
Der eigentliche Höhepunkt ist heute nicht die Wanderung sondern die Fahrt nach Jardim do Mar, unserem heutigen Etappenziel. Immer wieder hält der Fahrer an der Steilküste, die hier teilweise 400m senkrecht zum Atlantik hin abfällt.
Im Hotel haben wir Glück, wir bekommen das Penthouse mit Riesenterrasse, da könnten wir es noch ein paar Tage aushalten.
Das muss man dem Veranstalter lassen. Jeden Tag gibt es eine Überraschung. Jeder Tag ist vollkommen anders, als der vorhergehende.
Heute Morgen wurden wir irgendwo im Nebel ausgesetzt. Starker Wind. Die schottischen Highlands lassen grüssen. Niedrige Büsche. Regen von vorn. Steinige, steile Piste hinab ins Nirgendwo. Sind das 30%, sind das 40% Gefälle? Es wird aber noch steiler. Schlammige mit nassen Blättern übersäte Holzstufen führen uns hinab in den Lorbeerwald. Von knapp 1200 m auf etwas über 400 m, keine Stunde hat das gedauert. Ein langer Tunnel erwartet uns und überrascht mit knöcheltiefen Pfützen und Duschen von allen Seiten. Wir kraxeln auf den schmalen Mauern der Levada und stützen uns an den Tunnelseiten. Vollkommen durchnässt verlassen wir 20 Minuten später den Tunnel.
Gefühlte Stunden hatschen wir entlang der Levada. Dichter Wald. Kein Himmel zu sehen. Wenn ja, dann Abgründe ohne Ende. Mittlerweile lässt dies den Puls nicht mehr in die Höhe schnellen. Dann zwischen 2 Tunneln ein Wasserfall mitten hinein in die Levada und unseren Wege, wir werden nur durch ein Wellblechdach vor der Nässe geschützt.
Immer noch auf 400 m Höhe aber mittlerweile total ermüdet erreichen wir die Ausläufer von Porto Moniz. Auf harter Betonpiste geht es binnen einer halben Stunden auf Meereshöhe hinunter. Die Knie jammern.
Zum Ausgleich gibt es noch ein Bad im Meeresschwimmbecken.