Archiv der Kategorie: Urlaub

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Unser allgemeines befinden

die eine oder andere Oberschenkel Muskelpartie schmerzt. Wir schlafen gut. Ein guter Madeira hilft dabei. Das Wetter verhindert zuviel Sonnenbrand. Heidis Waden sind leicht gerötet. Das Frühstück ist okay. Einfaches Buffet. Das lokale Bier Marke Coral lässt sich trinken. Schmeckt lasch, soll aber 5,1 Prozent haben. Wein gibt es vorwiegend portugiesischen und da ist immer raten angesagt.  Der Kellner neigt zum teuersten. 

Die Vorbereitung für den Tag sind nun routiniert. Punkt 9 Uhr ist Abfahrt. Lästig ist das ewige packen. Wir haben bis auf heute täglich wechselnde Quartiere. 

Auf dem Dach von Madeira

IMG_0755.JPGheute ist Gebirge angesagt. Gipfel 1862m. Dann Berghotel. Vielleicht kein Internet.  Mittlerweile sind wir im Hotel angekommen. Von wegen Berghotel – eher Dollenberg ohne Wellness dafür mit doppelt soviel Betten bei halber Qualität. Aber immerhin nach Reboot des Routers durch die Reception funktioniert der Web-Zugang.

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Geplant war eine Stunde weniger als gestern, nur fünfeinhalb Stunden reine Gehzeit. Einstieg über den Wolken, in Santana hatte es am morgen sogar geregnet. Ecklig. Die Straße auf den Achado do Teixeira ein Traum für Motorradfahrer. Von quasi Null auf 1592m. Das alte Daimler-Taxi war ganz flott unterwegs, nach etwa 30 Minuten waren wir am Einstieg zum Aufstieg. Von hier aus geht es recht angenehm zum höchsten Gipfel der Insel – der Pico Ruivo, unter dem sind wir gestern durchgelaufen – der 2,5 km Tunnel. Heute standen wir drauf. Nach der kurzen Gipfeltour ging es 11 km immer am Bergkamm gen Westen. Mal links von den Bergen, mal rechts. Die Vegation war jeweils ziemlich unterschiedlich. Lee-Seite Lorbeerwald, Luv-Seite Ginster. Und immer wieder steile Stufen, mal bergan, mal bergrunter. Zum Schluss hatten wir dann 400 Höhenmeter in einer halben Stunde zu vernichten. Bei einem Coral haben wir dann die Wanderung ausklingen lassen.

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Levadas und Schluchten

Absolute Wahnsinnstour heute. Alles drin: Höhenmeter, Nervenkitzel, Tunneldurchquerung, irre Abhänge – wie gesagt – Wahnsinn.

Angefangen hat es mit 4 Zusatzkilometern und 300 additional Höhenmetern. Nur weil das Taxi eine herrliche Schotterpiste nicht rauffahren wollte. Meine Honda hätte das mal soeben unterm Gummi weggeschoben. Zu Laufen war das eine Stunde. Danach schöne Wanderung durch Mittelmeer Wälder – weitere 400 Höhenmeter. Auf der Höhe von 995 m angekommen ging es einer Levada entlang (You know: Levada ist ein Bewässerungskanal). Noch ist der Weg breit. Dann ein Tunnel nach dem anderen, bis ein 2,5 KM Tunnel kommt für den  wir 35 Minuten brauchen (Pico Ruivo Tunnel). Aus dem Tunnel raus wird es subtropisch. Irgendwie Südostasien oder so. Steile Treppe hinunter, schmaler Pfad entlang Levada, nur nicht in den Abgrund schauen (Caldeirao Verde). Das bisschen Seil sieht nicht besonders zuverlässig aus, die Hosen sind schon wieder voll, und das will nicht aufhören.

Immer wieder Blumen, unbekannte Riesenpflanzen, im Prinzip Mainau in Wild. Wir schaffen es tatsächlich bis 5 wieder unten zu sein. Das Taxi wartet. Das Hotel hat eine herrlich warme Dusche und ein Pool, alles wird gut (Santana).

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Statt Urlaub

imageWarum nach Madeira, wenn man mit dem Porsche auch durchs Kraichgau heizen kann? Ab 400 PS und V8 macht das richtig Spaß.  Ok, 17 Liter/100km bestes Super Plus bei Halbgas muss man schon einrechnen, aber wer hat, der kann. Oder wie Vati Geissen immer sagt: Und je mehr wir ausgeben, umso mehr sparen wir. 

Porta da Cruz

mein Rücken ist eine Ruine. Waren gerade im Meerwasser Becken schwimmen. Konnte mein Kreuz nicht mehr drehen. Und Heidi meint sie wird morgen Muskelkater haben. Was ist geschehen:  3 Stunden wandern am Morgen. 4 Stunden am nachmittag. Schwindeleregende Pfade 400 Meter über der Meeresbrandung und Heidi hat immer dann anhalten, wenn es mir garantiert übel werden musste. Blicke gigantisch.  Fotos kommen noch. Internet viel besser.

Habe heute mein erstes Wort auf Madeira portugiesisch gelernt: English = Tourist.

Wie versprochen. Internet ist hier im Hotel endlich auf Normalniveau.

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Madeira Weinkunde

Hier mal eine Beratung zum Thema Madeira zum Trinken. Es gibt gute und weniger gute Rebsorten. Zu den guten gehören:

Bual – halbsüß
Bual ist die englische Bezeichnung des portugiesischen Boal. Ebenfalls eine weiße Rebsorte (trotzdem sind die Weine erstaunlich dunkel), die auch als Tafeltraube beliebt ist. Bual ist sehr aromatisch. Die besten haben eine herrliche Balance zwischen Süße und Säure. Die Aromen werden mit zunehmendem Alter immer vielfältiger: Limone, Karamell, Kaffee, Orangenschale, Aprikose, Trockenfrüchte.

Malmsey – süß und üppig
Malmsey ist der englische Ausdruck für die portugiesische Malvasia, eine weiße Rebsorte, die sehr süße und vermutlich die berühmtesten Madeiras hervorbringt. Sie stammt ursprünglich aus Griechenland und ist eine wegen ihrer Süße beliebte Tafeltraube. Schnellreifend, aber lange am Stock haltbar, wird sie in den niedrigsten Lagen der Insel angebaut. Der Legende nach war sie wegen ihrer Süße die Lieblingstraubensorte Martin Luthers. Der Wein ist im Alter eine Spur heller als Bual. Aromen: Toffee, Vanille, Marmelade, bis hin zu Hustensaft.

Nicht so toll,  also immer vorher verrkosten! Soll folgende Rebe sein:

Gouveio ist ebenfalls eine weiße, verhältnismäßig schwierig zu kultivierende Rebe. Der Madeira liegt geschmacklich ungefähr zwischen Sercial und Bual. Verdelho ist die Hauptrebsorte des in den USA sehr populären „Rainwater Madeira“ der der Legende nach entstanden ist, als eine Ladung Fässer an einem Strand in Georgia bei starkem Regen verdünnt wurden. Entsprechend leicht ist diese Variante des Madeira. Der Geschmack des Verdelho ist runder als der des Sercial. Die Aromen tendieren mehr in Richtung Trockenfrüchte, Honig, Kaffee und Schokolade. Also, meine Lieben, ihr wisst jetzt, was ihr mir mitbringen sollt.

HH