Archiv der Kategorie: Urlaub

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NA101 – Gemüseanbau

Wir fragen uns die ganze Zeit, warum so viele Leute in Yuma überwintern. Auf jeden Fall ein Ort mit vielen lauten Pickup-Trucks und einem Military Airport mit häufigen, lauten Übungsflügen. Auch große Hubschrauber, die wahrscheinlich die Grenze zu Mexiko beobachten, sehen wir häufig.

Aber Yuma ist auch der laut diverser Quellen sonnigste Ort der USA.

Was uns vor allem aber noch aufgefallen ist, sind die vielen Kanäle, die die gesamte Region um Yuma herum durchziehen. Hier liegt das Hauptanbaugebiet für Wintergemüse der USA, wie Sellerie, Brokkoli, Karotten etc. 

Colorado River an der Grenze Arizona/California – kaum größer als die Murg bei Rastatt

Die Kanäle werden vom Colorado River gespeist und das Wasser mit einem ausgeklügelten System in die Gemüsefelder geleitet. Unser Ressort liegt nicht weit vom Hauptkanal entfernt. 10 km in Richtung Norden am Kanal entlang (ist Fahrradtauglich, wenn auch nicht durchgehend geteert) und wir befinden uns in Old Town von Yuma.

Im wieder sehen wir Landarbeiter-Busse mit Toiletten auf dem Anhänger herumfahren

NA100 – Los Algodones

Wir sind so nah an der mexikanischen Grenze, dass wir unbedingt mal auf die andere Seite müssen. Los Algodones drängt sich da förmlich auf. Es ist keine 30 Minuten entfernt. Das wollten wir uns nicht entgehen lassen, nachdem unser Nachbar erzählt hat, dass an der Grenze zu Mexiko ein riesiger Parkplatz auf touristische Tagesgäste wartet. Parkgebühr 8 $ waren okay. 

Der riesige Grenzzaun von Mexiko aus gesehen. Dahinter befindet sich das gelobte Land.

Dort angekommen ging es auch schnell zu Fuß nach Mexiko. Keinerlei Passkontrolle, aber jetzt wurden wir zu Gejagten. Wir waren sofort von diversen Leuten umgeben, die uns ihre Visitenkarten von örtlichen Zahnärzten unter die Nase hielten oder versuchten uns in Andenkenläden mit gewebten Decken, geschweißten Blumengestecken für den Vorgarten oder T-Shirts zu lotsen. Bei mir bewirkt das immer das Gegenteil von Interesse, ich bin dann eher auf der Flucht. Rainer sollte einen neuen Strohhut kaufen, seine Haare schneiden lassen…

In einem Laden, der Apotheke, Liquor Shop und was noch alles ist, erstehen wir ein Glas Honig. Die Amerikaner kaufen dort ihre Medikamente, die in den USA horrend teuer sind. Auch Tequila wird  gerne mitgenommen. Außerdem ist es ein Eldorado für günstige Zahnbehandlungen und Zahnersatz. Angeblich gibt es in der kleinen Stadt um die 600 Dentisten.

Nach zwei Stunden hat es uns gereicht und wir wollten wieder zurück in die USA. Eine knappe 3/4 Stunden mussten wir anstehen um nach einer sorgfältigen Ausweiskontrolle wieder amerikanischen Boden betreten zu dürfen.

Die Warteschlange zurück. Es ist noch nicht einmal Mittag. Die meisten kommen nur für einen kurzen Einkauf in der Apotheke

NA99 – Prison of Yuma

Das Arizona Territorial Prison ist die touristische Attraktion in Yuma City. Es wurde 1876 eröffnet und 1909 wieder geschlossen, weil es zu klein wurde.

 Es galt als sehr humanes und modernes Gefängnis mit Elektrizität und gut ausgestattetem Krankenhaus. Das Gefängnis befindet sich auf einem Hügel oberhalb des Colorado Rivers, der hier vor dem Bau der Staudämme mehrere Kilometer breit gewesen sein soll und von Dampfschiffen befahren werden konnte. Heute ist der Colorado eher ein Flüsschen.

Ein großflächiger Wachturm dominiert das Ganze, das Gefängnis selbst wirkt nicht besonders groß. Über 200 Insassen waren in den winzigen Zellen untergebracht. Nicht größer als ein kleines Badezimmer mit jeweils zwei dreistöckigen Betten. Auch Einzelzellen ohne Licht waren vorhanden. Nicht nur Männer sondern auch insgesamt 29 Frauen waren eingesperrt. Manche wegen Untreue, manche aber auch wegen Mord und Totschlag.

Ein Teil des Gefängnishügels wurde beim Bau der Eisenbahn einfach abrasiert um eine Brücke über den Colorado zu bauen. Auch die Interstate führt heute haarscharf daran vorbei. 

Die Rückfahrt hat sich dann verzögert, da Rainer wieder einen Platten am Vorderrad hatte. Also wieder Schlauch wechseln. Im uns bereits bekannten Bikeshop haben wir dann gleich auch neue Mäntel geordert….

NA98 – City of Yuma Citylauf

Yuma February Fun Run&Walk 5k/10k. Schon morgens um 8 ist der Start. BIP (Start-Nr) gibt es um 7. Wie gestern gesehen, sind die Parkplätze nicht allzu zahlreich. Wir stehen um 6:30 auf. Womo war gestern Abend schon weitestgehend abfahrbereit. Heute nur Landstrom entfernen und Propane abstellen. Gegen 7 treffen wir am West Wetland Park ein. Die Sonne ist noch nicht aufgegangen. Es sind schon einige Fahrzeuge auf den Parkplätzen. Ich hole die BIP. Name nennen und schon habe ich die 2379 in der Hand. Als Start-Nummern-Band habe ich ein kleines Wimmerl auserkoren. Mit Hilfe von Sicherheitsnadeln hält die Nummer perfekt. Heidi hat derweil Kaffee gekocht. Wir frühstücken gemütlich und eine Viertelstunde vor dem Start gehen wir hinüber zur Start und Ziellinie. Mittlerweile ist es hell geworden. Es ist leicht kühl, manche tragen lange Klamotten. 

Punkt 8 Uhr ist der Start meiner Gruppe. Ein recht kleiner Haufen. Einige Minuten später starten die 5er. Die ersten 5er überholen mich dann auch schon nach knapp 2 km. Leider ist nur die erste Meile markiert. Danach muss ich mich auf meine Garmin verlassen. Ziel für heute unter einer Stunde, aber wenn der Puls über 160 geht, langsamer werden. Ich fühle mich hervorragend, muss mich also bremsen um die Start-Euphorie nicht später zu bereuen. Es geht zunächst kurvig durch den Wetland Park. Nach dem die 5er Richtung Ziel abgebogen sind, müssen wir ewig geradeaus laufen. Mein Zeitplan scheint zu funktionieren. Eine 55er Zeit ist drin. Wir laufen noch über das Yuma Prison hinaus und dürfen umdrehen. Ich fühle mich weiterhin ziemlich gut und beschleunige ein wenig, hole dabei den einen oder anderen Läufer ein und ziehe vorbei. Es bleibt auch noch genug Energie um einen Zielspurt hinzulegen. Ich bleibe gut unter 55 Minuten und es reicht für den zweiten Platz in der Altersgruppe und eine Medaille. Überraschung beim Durchforsten der Ergebnislisten – der erstplatzierte meiner Age Group war gut 15 Minuten schneller. An so eine Zeit bin ich auch in meiner besten Zeit nicht herangekommen.

NA97 – Super Bowl in amerikanischer Umgebung

Passiv Sport treiben kann ja auch ganz unterhaltsam sein. Erst Rodeo… und jetzt Super Bowl. Im RV-Ressort wurde hierzu der Veranstaltungsraum angeboten mit dem Hinweis BYOBS. Soll heißen „Bring your own Beers“. Es haben sich dann dort einige Leute versammelt u.a. auch unsere Nachbarn aus British Columbia, die uns den Unterschied zwischen kanadischem und American Football versucht haben zu erläutern. Erstaunen hat hervorgerufen, dass Football in Europa dem amerikanischen Soccer entspricht. Heißt, dass man bei uns tatsächlich nur Füße zum „Football“ benutzen darf.

Gespielt haben die San Francisco 49er’s gegen die Kansas City Chiefs. Bisher hatte ich noch nie ein American Football Game von Anfang bis Ende durchgehalten. Fraglich, ob mir dies noch ein zweites Mal gelingen wird! Für uns ungewohnt viele, ausgiebige Spielunterbrechungen. Das Spiel verlief ausgesprochen zäh, die Defense beider Mannschaften waren sehr stark. Es gab daher auch mehr Field Goals (7), als Touchdowns (4). Nach Overtime haben die Chiefs schließlich die siegreichen Punkte gemacht. Ja, das Spiel ist bis zur letzten Sekunde offen, aber zu langatmig, um mit Fußball oder Basketball mithalten zu können.

Das Spiel, das ja eigentlich reine Spielzeit 60 Minuten dauern soll, hat insgesamt 4,5 Stunden gedauert. Viel Werbung und natürlich immer mal wieder Blick auf Taylor Swift. Das war überhaupt am wichtigsten. Hier wurden sogar Wetten abgeschlossen, wie oft sie wohl zu sehen sein wird.

Sehr spät sind wir zu unserer Lasagne gekommen.

Die Urheberrechte der Fotos liegen bei der Süddeutschen Zeitung und bei Google.

NA96 – Rodeo in Yuma (2)

Beim Rodeo ging es dann darum, jeweils den Schnellsten in den einzelnen Disziplinen so küren, mit Ausnahme der Parade der Miss Rodeos diverser Bundestaaten.

So standen Bareback Bronc Riding, Steer Wrestling, Calf Roping für die Cowboys und Barrel Racing für die Cowgirls auf dem Programm.

Inzwischen wurde es so kalt, dass wir allmählich ans zurückradeln dachten. Als wir dann auch noch beobachten konnten, dass bereits Kleinkinder auf Schafen reiten durften/mussten, immerhin mit Helm aber in Vorbereitung auf das Rodeo-feeling ohne Hilfe der Eltern, hat es uns gereicht.

Bareback Bronc Riding

NA95 – Rodeo in Yuma (1)

Wenn es schon mal die Gelegenheit gibt ein Rodeo zu besuchen, wollten wir uns das nicht entgehen lassen. Das Yuma Silver Spur Rodeo ist mit das erste Rodeo des Jahres. Das Event dauerte das ganze Wochenende und wir hatten Tickets für die Samstags-Veranstaltung. Schon die Hinfahrt per Rad war etwas abenteuerlich, da Rainer einen Platten zu beklagen hatte, ein neuer Schlauch zwar schnell eingezogen werden konnte, die Pressluftpumpe aber unseren Erwartungen in keinster Weise gerecht werden konnte. Gott sei Dank haben wir die große Pumpe im WoMo… Der Luft-Service der Autohändler an der Straße war mangels Adapter nicht nutzbar.

Es dauerte ein bisschen, bis das Rodeo, ein richtiges Family-Event, tatsächlich beginnen konnte. Erst einmal viel Werbung, dann eine lange Danksagung an irgendeinen Funktionär. Anschließend noch ein Cowboy hoch zu Ross,  der ein nicht enden wollendes „Gebet“ von sich gab. Sehr pathetisch und Amerika über alles.

NA94 – Yuma Radtour und Oldtown

Um Yuma ein bisschen kennenzulernen haben wir uns per Rad in die Altstadt begeben. Von unserem Platz aus ca. 10 km an einem Seitenkanal des Colorados entlang. Unser Ziel, das Visitor Center, haben wir fast nicht gefunden. Die Oldtown besteht aus einem Straßenzug mit kleinen Läden und Kneipen. Es war nicht viel los aber ganz nett. 

Die Rückfahrt wieder am Kanal entlang wurde uns verwehrt, da der Radweg abrupt an einer viel befahrenen Straße zu Ende war. Dafür sind wir dann an weitläufigen Malls auf dem Fahrradschnellweg (auf dem Gehweg) zurückgefahren.

NA93 – Fahrt nach Yuma 55+

Yuma ist eine Stadt am Colorado nicht weit von der Grenze nach Mexiko entfernt. Auch Kalifornien ist nicht weit. Die Stadt Yuma soll die häufigsten Sonnentage in den USA haben.

Wir haben uns in einem hier typischen RV-Park für ein paar Wochen eingemietet. Nur Leute 55+ sind erwünscht…. Also schon einmal ein Vorgeschmack aufs Altenteil.  Vorwiegend Snowbirds aus Westkanada sowie Oregon und Washington haben wir bisher gesehen. Auch ein Niederländer hat sich auf uns gestürzt und gleich am ersten Tag ein, wär hätte das gedacht, Würzburger, der schon seit über zwei Jahren hier im Park lebt und vorher 20 Jahre in San Diego.

Wir werden sehen, ob wir uns mit Pickleball, Shuffleboard und Bingo (mit Sicherheit nicht..) anfreunden können.

NA92 – Painted Rock

Painted Rocks zu sehen ist ja nun für uns nichts außergewöhnliches mehr. Aber es ist schon faszinierend, die unterschiedlichen Gesteinsarten im jeweiligen Licht zu betrachten. Uns hat es daher auch auf einen Stellplatz gezogen, der hinter einem weitem Feld mit Solarpanels mitten in den Hügeln lag.

Auch hier wieder Petroglyphs als Highlight….. aber wir haben schon beeindruckendere gesehen. Man merkt, wir werden inzwischen ganz schön anspruchsvoll.