Kraichgau Triathlon 2023

Kampfrichtereinsatz. Samstags fast fünf Stunden lang Fahrräder einchecken. Grobe Sicherheitsprüfung, vor allem Kontrolle auf gefährliche Anbauten. Startnummern-Rückseiten anschauen. Haben die Athleten einen Notfallkontakt notiert? Sitzt der Helm? Alle Beutel dabei?

Übernachtung im Ironmancamp, direkt beim Schwimmstart an der Wechselzone 1. Einsatz auf dem Motorrad, wieder gute fünf Stunden. Liegen Athleten im Graben? Gibt es Gefahrenstellen? Halten sich die Athleten an die Regeln, wenn nein – Trillerpfeife einsetzen und plötzlich wissen alle, wie die Windschattenregeln lauten. Ab und zu muss mal einer angesprochen werden, dem die Straße nicht breit genug sein kann. Die weiblichen Athleten kennen die Regeln deutlich besser, wie ihre männlichen Kollegen. Insgesamt ein ruhiges Rennen. Bin der letzte Motorradkampfrichter, da geht es bei den Athleten nahezu ausschließlich um das Ankommen. Mein Motorradfahrer heißt Sascha und kommt aus Ulm. Ist Motorradfan und Tesla-Fahrer. Hat die BMW RS auf dem Anhänger hinterm Tesla in den Kraichgau transportiert.

https://www.ironman.com/im703-kraichgau

Verdun – die breite Spur des ersten Weltkriegs

Verdun ist eine fast 2000 Jahre alte Stadt an der Maas. Wir kennen die Stadt nur aufgrund ihrer Lage an einem der Schlachtfelder des großen Krieges, wie die Franzosen den ersten Weltkrieg nennen. Auf Schritt und Tritt werde ich an dieses menschenvernichtende, lange vier Jahre dauerende Ereignis erinnert. Das Titelbild dieses Beitrags zeigt die Friedensglocke, die erst letztes Jahr im Garten Weltzentrums des Friedens aufgehängt wurde. Sie besteht zum Teil aus eingeschmolzenen Waffen des Krieges.

Ich stelle unseren Detlef auf dem kostenlosen Stellplatz der Stadt ab. Gegenüber gibt es ein großes Einkaufszentrum. In das Stadtzentrum sind es ein paar hundert Meter. Das Ufer der Maas ist nicht weit entfernt. Am ersten Tag nehme ich an einer Busrundfahrt teil. Die Tour ist fast ausverkauft. Frankreich hat Urlaub. Ausländer gibt es nur wenige.

Die Reste der Wiesenstraße. Neun Dörfer befanden sich zwischen den feindlichen Linien und wurde vollständig vernichtet. Sie wurden nie wieder aufgebaut. Ursprünglich Ackerland. Der Wald kam erst später.

Im Fort de Doaumont laufen wir fast eine Stunde lange durch dunkle, kalte Gänge und können uns nur schwer vorstellen, dass hier hunderte Soldaten monatelang gehaust hatten. Das Fort war schwer umkämpft und wechselte mehrmals den Besitzer. Ich lerne ein neues französisches Wort: la grosse Berta. Ein gigantisches, deutsches Eisenbahngeschütz. Es erhielt den Vornamen der Kruppgattin.

Das Beinhaus von Douaumont. Hier lagern die Knochen von 135000 französischen und deutschen Soldaten. Ihre Identität und ihre Nationalität konnte nicht mehr festgestellt werden. Auf dem Friedhof liegen französische Soldaten. Getrennt nach Christen, Moslems und Juden. Viele Nordafrikaner starben hier für Frankreich.

Am zweiten Tag unternehme ich eine kleine Radtour zum Schützengraben von Chattancourt. Hier wurde eine Stellung der Franzosen nachgebaut. Es ist herrliches Wetter. Es fällt schwer sich die miserablen Bedingungen, die hier geherrscht haben müssen, vorzustellen. Die Radtour führt entlang der Maas durch liebliche Landschaft, vorbei an grasenden Kühen. Kriegsgräber sind allgegenwärtig.

Voie Sacrée – zwischen Verdun und Bar le Duc ist jeder Kilometer mit einem behelmten Kilometerstein gekennzeichnet. Die Straße war die Versorgungslinie zur Front.

Wien zum Elften

Wien zum elften Mal mit dem Womo. Diese Anreise wird ein wenig länger dauern und uns zurück in den Winter führen, obwohl es bereits Anfang April ist. Temperaturen um den Gefrierpunkt selbst in Karlsruhe. Es geht nach Bad Dürrheim. Seabridge bietet am ersten April-Wochenende eine Vortragsreihe zu ihrem Reiseprogramm. Wir möchten Samstag-Vormittag den Vortrag zur Verschiffung nach Nordamerika anhören. Denise Hoffmann, die Tochter des Seabridge Gründers, steht fast zwei Stunden Rede und Antwort. Vieles kennen wir schon wie die Art des Autotransportschiff mit Roll-on/Roll-off, das heißt unser Detlef wird auf das Schiff gefahren und wird spätestens Donnerstags in der Woche vor der Abfahrt in Hamburg sein; Montag ist immer Abfahrt und, wenn alles gut geht, ist er 2 Wochen später in Halifax.

Der Stellplatz in Bad Dürrheim ist riesig. Er war auch schon gut gefüllt. Wenn Seabridge ruft, dann kommen die Fans von Weltreisen aus ganz Deutschland und der Schweiz. Es findet sich alles was zum mobilen Reisen taugt. Vom Pick-Up mit absetzbarer Kabine bis hin zum geländegängigen Allrad-LKW. Aber auch Weißware, wie unser Detlef ist vertreten. Wir haben nicht lange im Eingangsbereich gesucht, sondern sind gleich den Hinweisen auf freie Plätze gefolgt und tatsächlich eine große, leicht abschüssige Wiese hat noch genügend freien Raum. Warum ich auf die Idee kam, die Wiese zu durchqueren und Heidi kein Veto eingelegt hat? Der Weg zum geplanten Platz schien vorwärts leicht zu erreichen. Kein Rückwärtsfahren, einfach Fahrzeug rein rollen lassen. Aber es kam anders. Etwa in der Mitte der Wiese war ein kleines Loch und darin blieb unser Detlef hängen. Ein Frontantriebler hat nun verloren. Die Vorderräder drehen durch. Da braucht es Anschieber. Ich mache mich auf die Suche nach dem Platzwart und schildere ihm meine Dummheit. Er meint zunächst, da brauchen wir den ADAC. Sein eigener Schlepper hat den Winter nicht überlebt und wird gerade repariert. Ich kann den Platzwart aber überzeugen, dass ein paar helfende Hände uns wieder flott machen. Einige Minuten später sammeln sich ein paar kräftige Kerle hinter unserem Detlef und gemeinsam schaffen wir das Fahrzeug aus dem Loch und Detlef erreicht mühelos den rettenden Weg.

Sonntag ist SWR3-Synchron-Grillen angesagt. Wir konnten meinen Bruder Jürgen überzeugen mitzumachen. Er hat die Liste der Frischeprodukte eingekauft. Ich den Rest. Um 13:00 Uhr ist “Angrillen”. Aber angefangen wird schon Stunden vor. Gemüse schnippeln. Den Grill richten. Die Zutaten bereitstellen. Als erfahrene Mitgriller kennen wir das Prozedere schon länger. Für Jürgen ist es das erste Mal und für ihn artet die Aktion in Streß aus. Ständig müssen wir auf den Live-Stream schauen. Was führen Laffer und seine Partnerin gerade vor? Insgesamt sind 4 Gänge geplant. Vor allem die Vor- und die Nachspeise sind immer wieder äußerst schmackhaft. Der Hauptgang ist auch dieses Mal mehr etwas fürs Auge, als für den Gaumen. Sieht gut aus, schmeckt aber eher durchschnittlich. Das Huhn bekam zum Dünsten übrigens einen umgedrehten Blumentopf übergestülpt. Später kamen noch die Eltern hinzu. Wie erwartet hat sich Vater recht schnell gelangweilt und aufs Sofa gelegt. Mutti hat interessiert zugeschaut und wollte immer wieder mitmachen.

Nach einem Übernachtungsstopp bei Renate in Pöcking geht es nach Hallstatt. Hallstatt ist eigentlich bekannt für sein Salzbergwerk und die archelogische Fundstätte. Menschliche Besiedlung gab es hier schon 3000 Jahre vor der ersten Pyramide. Aber heute haben die Chinesen Hallstatt vereinnahmt und irgendwo in ihrem Riesenreich nachgebaut. Oben rechts sind wir zwei am Instagram Hotspot, den jeder asiatische Europabesucher hinter sich bringen muss. Der Ort ist wirklich schön und die Lage natürlich einmalig. Das Dorf liegt im Schwemmgebiet des Gebirgsbachs, der das Plateau gebildet hat, auf dem vor allem die Kirche steht. Der Ort wurde öfters von Überschwemmungs-katastrophen heimgesucht. Die Menschen kamen aber immer wieder, da die Salzvorkommen bis heute verlockend und ertragreich sind.

In Wien trafen wir erstmals auf einen vollen Platz in der Perfektastraße. Also sind wir weiter zum Campingplatz in Klosterneuburg. Dort haben wir mittlerweile den Platz 61 für uns “reserviert”. Wir haben dann noch ein langes Wochenende mit Oliver und seinen Eltern verbracht. Auf dem Heimweg ein kleiner Besuch am Grab von Malchen und Georg.

Specialized – Test the Best@TilliTBikes

Ein Wochenende Radfahren im Vorgebirge des Schwarzwalds. Friedhelm und ich brechen Freitag-Nachmittag auf. Unser Ziel ist der Stellplatz Sasbachwalden. Ein mittelgroßer Platz hinter einer Wein-Abfüllerei. Alles vorhanden, auch eine Toilette. Wir wandern noch ein wenig talaufwärts zu den Gaishöll-Wasserfällen. Die nächsten beiden Tage wollen wir E-Bikes testen – Specialized Gravel Bikes am Samstag und E-MTBs am Sonntag. Friedhelm hat jeweils Touren reserviert.

Samstag früh geht es runter zum Radhändler. Dort ist schon eine Menge los. Wir müssen uns registrieren und bekommen zwei Gravel-Bikes in die Hand gedrückt. Ich hatte keine Ahnung, was für tolle Teile wir da radeln werden. Meines wird im Katalog zu 7500 Euro aufgerufen. Hat natürlich einen leistungsfähigen E-Motor, den ich anfangs fast nicht nutze. Aber später geht es ganz schön heftig über schlammige Pfade steil nach oben. Da bin ich dankbar über die zusätzlichen Watt, die der Motor generiert. Bis zum Ende der 2 mal 90 Minuten Tour wird der Akku noch mehr als 50% Energie enthalten. Das Teil fährt sich irre leicht. Trotz E-Unterstützung wird es heftiges Training, mit das intensivste in der noch jungen Saison.

Am Sonntag früh regnet es. Die ganze Nacht hat es geregnet. Wir sind noch schlapp vom Vortag. Zunächst traut sich keiner, aber dann stimmen wir doch überein: Laß uns nach Hause fahren. Das wird heute keinen Spaß machen.

Wien – der 10. Besuch

Sonntag, 19.2., gemütlich durch Ober- und Niederösterreich bis nach Wien, zunächst noch Landstraße und volltanken. Diesel ist im Nachbarland wieder gute 10 Cent pro Liter günstiger.

Am Samstag, kurz nach Ladenschluss in Burghausen war eine meiner Propan-Gasflaschen leer. Die zweite Flasche muss also alleine bis Donnerstag reichen. Wird etwas wärmer werden und wir werden uns eher selten im Womo aufhalten.

Am frühen Nachmittag treffe ich auf unserem Stammplatz in der Perfekta-Straße ein. Grauwasser ablassen, Toilette leeren, Wasser auffüllen und Platz suchen. Der Campground ist vielleicht zu einem Drittel gefüllt. Heidi ist schon gestern in Wien eingetroffen und hat bei Regine übernachtet. Ich komme erst am Sonntagabend hinzu. Montag werden wir ein wenig die Mariahilfer Straße hinauf und hinunter wandern.

Am Dienstag ein Besuch im Technischen Museum. Schöne Sammlung alter und neuerer Fotoapparate, Telefone und viele andere Alltagsgegenstände. Eher die kleinen Dinge werden ausgestellt, auch wenn im Untergeschoß die größte österreichische Dampflokomotive zu bewundern ist und Überreste eines riesigen Stahlkochers zu sehen sind. Jede der drei Etagen ist gut für 2 Stunden Besichtigung. An einem Tag nicht zu schaffen.

Aue-Park mit Flakturm und Fernheizkraftwerk

Mittwoch dann der Aue-Park mit seinen Flak-Türmen, Überresten aus dem zweiten Weltkrieg. Wir trinken Kaffee im Sperling und müssen uns am Abend von Regine, Manuel und dem kleinen Oliver verabschieden.

Auf dem Rückweg noch ein Abstecher in Wendelstein und tags darauf Mittagessen in Hockenheim.

Burghausen – Europas, wenn nicht der Welt, längste Burg

Knapp 3 Stunden die deutsche Alpenkette entlang über München geht es am Freitag-Nachmittag noch nach Burghausen. Hier wartet eine richtige Burg auf mich und nicht das Spielzeug eines bayerisches Herrschers, der das Geld seiner Untertanen für seine Hobbies missbraucht.

Stellplatz Burghausen

Also die Stadt Burghausen hat sich richtig Mühe gegeben die Stadt und ihre Geschichte für jeden und jederzeit verfügbar zu machen. Über die Webseite der Stadt (Burghausen.de) gelangt man auf einen digitalen Stadtführer, der einen zu 12 Stationen in der Altstadt führt. Es werden spannende und lustige Dinge zur Geschichte der Stadt erzählt. Die Stadt wird nur durch die Salzach von Österreich getrennt. Burghausen wurde reich durch den Salzhandel. Salz wurde in Hallein aus dem Berg geholt und über die Salzach nach Burghausen transportiert. Erst hier durfte es weiter verarbeitet und über Land transportiert werden. Die Salzhändler wurden erst im 16. Jahrhundert entmachtet, als der Herzog 1594 für sich ein Salzmonopol errichtete. Die nächsten 300 Jahre dümpelte die Stadt vor sich hin. Erst die Eisenbahn und Wacker Chemie holte die Stadt aus ihrem Schlaf.

Den Weg rauf zur Burg musste ich das ISY wieder schieben. Immerhin weiß ich jetzt wie die Schiebehilfe funktioniert. Die Burg beeindruckt weniger durch ihre Größe, als durch die Vielzahl der Innenhöfe, insgesamt sechs an der Zahl. Der Burgberg ist nahezu umschlossen von der Salzach und dem Wörthsee. Im Süden ist ein Abhang. Lediglich im Norden gibt es einen direkten Zugang. Ein Angreifer hätte sich durch fünf Höfe schlagen müssen und wäre dann vor der eigentlichen Festung gestanden, die auch noch einmal durch einen Graben gesichert ist. Napoleon hat die nördlichen Festungsteile geschliffen, sodass die Burg heute „nur“ noch 1015 Meter lang ist.

Morgen früh geht es dann weiter nach Wien.

Mal wieder unterwegs nach Wien

Heidi will Samstag, 18.2., nach Wien mit dem Zug. Sie ist ganz ungeduldig auf Ihr Enkelkind, das fern ab von Karlsruhe immer weiter wächst und gedeiht. Ich möchte die Gelegenheit nutzen und schon etwas früher losfahren und dabei noch ein paar Dinge auf meiner Bucket List streichen. Ich war noch nie im Schloß Neuschwanstein, das Dornier-Museum in Friedrichshafen und nebenbei die größte, deutsche, mittelalterliche Festungsanlage in Burghausen mitnehmen. Das reicht für eine Anfahrtzeit nach Wien von 5-6 Tagen. Zunächst noch ein Besuch bei den Eltern verbunden mit Treffen von Thomas, Uwe und Daniel. Drei alte Klassenkameraden.

Montag, 13.2. Packen

Dienstag, 14.2.Wasser tanken, aber Frostwächter öffnet den Heizwasser-Boiler. In Karlsruhe hat es heute morgen keine 4 Grad. Während der Fahrt nach Weigheim werde ich mehr als die Hälfte meines Frischwassers verlieren.

Nachmittags Besuch bei Thomas. Er wohnt im Haus seiner Eltern und hat das Erdgeschoss großzüg ausgebaut mit heller Erweiterung zum Garten. Angenehmes Gespräch über uns, seine Lehrtätigkeit und was macht die Rente.

Eltern: kurz hallo sagen

Schmutterstraße, Trossingen – Trinkwasser verfügbar

Trossingen, Womo bei Jürgen abgestellt, auch hallo gesagt und Wasser aufgefüllt – 60 Liter!

Im Krokodil Uwe und Daniel getroffen. Uwe arbeitet bei CBS. Hätte ich mal früher wissen sollen, dann hätten wir vielleicht gemeinsam Flowserveprojekte durchgezogen. Daniel kümmert sich um Integration von Geflüchteten.

Den Rest des Abends PSG gegen FC Bayern 0:1 bei Jürgen mit einem „Ländle“ Bier.

Mittwoch, 15.2. Frühstück spät und langsam und ein wenig für den PSK gearbeitet. Habe leicht verschlafen.

Joggen, einmal um den Gaugasee, den Trosselbach und zurück.

Gauga-See

Mittags Kassler Rippchen mit Sauerkraut und Kartoffelpüree bei Muttern. Eltern müssen um 14 Uhr zum Fasching. Nacharbeiten PSK und Angebote anfordern wegen Umbau PV-Anlage.

Fahrt nach Friedrichshafen, Stellplatz am Museum direkt an der Bahn unter Brücke, lauter Zugverkehr. Film Nur noch 60 Sekunden mit Nicolas Cage.

Donnerstag, 16.2. Wecker gestellt und davor aufgewacht. Frühstück. Danach etwas PSK. Dornier Museum. Audio Führer, gut aufbereitet, 2 Stunden geblieben, länger wäre möglich. Weiter nach Füssen. Pause in der Sonne mit Alpenpanorama vorher Mittagessen Pilze, Paprika und 3 Eier.

Abends kleiner Spaziergang nach Füssen. Zum Einschlafen noch einen Thor-Film auf Disney angesehen. Man war der langweilig.

Freitag, 17.2. 10:40 Beginn Führung Schloß Neuschwanstein. Soll 20 Minuten vorher da sein. Durchaus eine Menge Touristen unterwegs. Busse im Tal und Pferdekutschen. Radfahrer sind nicht besonders willkommen. Alle Wege hinauf zum Schloß gesperrt. Bis auf eine steile vereiste Piste. Ich weigere mich, sieht gemeingefährlich aus. Vielleicht mit Spikes und Mountainbike. Habe ich nicht dabei. Da die Bayern viel auf Security halten und diese mich noch vor Erreichen der leeren und geräumten Hauptstraße an das Fahrradverbot ermahnt, schiebe ich das Isy die letzen 1500m zum Schloß.

Ja, das Schloß. Natürlich Fotografierverbot! Der teuere Eintritt muss weiter versilbert werden. Von außen: traumschaft schön, auch wegen der Landschaft in das Schloß gestellt wurde. Innen, bieder, billig pompös und nie fertig geworden. Liebe Bayern seid ruhig, wenn ihr mal wieder an Berlin denkt! Vielleicht das noch: Dornier-Museum 2 Stunden, Königsschloß 60 Minuten. Wirklich: man muss da nicht rein! Bei Wanderwetter weiträumig drum herum wandern. Schöne Fotos machen. Ja, das reicht dann eigentlich zum Schloß. Nachher geht es weiter. Wahrscheinlich nach Burghausen.

Kabarett Simpl, Monet und eine Nacht in Straubing = Wien 9

Weihnachten in Wien mit der jungen Familie und der Schwägerin aus Hockenheim. Die Temperaturen haben sich wieder deutlich erholt. Es wird ein warmer Heilig Abend. Nur der kalte Wind auf den Weihnachtsmärkten in Wien lässt das richtige wärmende Gefühl des Weihnachtspunschs aufkommen.

Auf der Hinfahrt übernachten wir mal wieder in Wendelstein(Parkplatz am Sportplatz – ruhig und viel Platz) und besuchen den Christkindlmarkt in Nürnberg und unseren Lieblingsporzellanladen „Küchen-Loesch“ am Lorenzer Platz. Ein hundert Kilometer vor Wien ist dann die Autobahn gesperrt und wir umfahren den Wiener Wald im Norden und lassen uns vom Navi quer durch die Innenstadt lotsen. Keine gute Idee!

Bescherung gibt es in Ottakring. Regine und Manu haben ein herrliches Mehrgänge-Menü vorbereitet. Zum Brunch am Weihnachtstag gesellt sich dann auch Alona, die gerade ihre Schwester in Wien besucht.

Monets Garten – Digitale Show

Der zweite Weihnachtstag ist gefüllt mit Aktivitäten. Mittags auf die Monet-Ausstellung und abends ins Kabarett. Das berühmte Kabarett Simpl in der Wollzeile 36 gibt „Des Bullis Kern“. Trotz mancher Insider wird es ein sehr lustiger Abend.

Auf dem Heimweg übernachten wir in Straubing. Liegt ziemlich genau auf halbem Weg zwischen Wien und Heimat. Eine nette, lebendige Kleinstadt mit vielen Einkaufsmöglichkeiten und riesigem Platz vor den Stadttoren. Ein kurzer Halt an der Kochertalbrücke. Mit 185m Deutschlands höchste Balkenbrücke.

Herbsttour 2022 – kommen wir bis Bremen?

Unser Bad steht kurz vor der Fertigstellung. Die Ecken in der Dusche sind beim Probelauf feucht geworden und müssen vor der Inbetriebnahme durchtrocknen. Das wird noch ein paar Tage dauern. Also am besten die letzten freien Tage des Jahres nutzen und ein wenig wegfahren.

Der Plan sieht im Moment wie folgt aus:

– Sonntag, 30.10. Köln(Stellplatz 50735 Köln, An der Schanz 14, kostet 14 Euro pro Nacht ohne Services)


Wir treffen gegen 14 Uhr am Stellplatz ein. Der nette Platzwart zeigt uns einen brauchbaren Platz. Ziemlich voll hier. Heidi kocht die Kürbis-Suppe von gestern auf. Herrlich. Anschließend radeln wir zum Dom. Alles ist voller Menschen. Am Rheinufer ein riesiger Flohmarkt. Auf der Domplatte wird für den Dom-Besuch angestanden. Wir bummeln ein wenig durch die Altstadt und sind zum Kaffee wieder im Womo. Wir sind recht müde. Die Gefährtenfolge von Herr der Ringe ist nicht spannend genug um uns wach zu halten. Wir schaffen gerade einmal den ersten Besuch in Bruchtal.

– Montag, 31.10. Heute wollen wir mit der Seilbahn an das andere Rheinufer, den Hop-On Hop-Off Touri-Bus nutzen, den Dom ansehen, und durch die Innenstadt bummeln.

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– Dienstag, 1.11. Wir wollten Münster besuchen, haben es aber bleiben gelassen. Das bevorstehende G7-Treffen ab Mitte der Woche hat uns abgeschreckt. Einige Sehenswürdigkeiten sind diese Woche geschlossen. Da einige Demonstrationen angekündigt sind, denken Wir, dass auch viel Polizei in der Stadt ist und die Stellplätze wahrscheinlich entweder belegt, geschlossen oder sonst wie nicht verfügbar sind. Ein anderes Mal!
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– Dienstag, 1.11. Bremen (28201, 11 Kuhhirtenweg)

Am frühen Nachmittag treffen wir auf dem Stellplatz eine und machen erst einmal einen kleinen Spaziergang auf der Werder-Insel.

– Mittwoch, 2.11. Wir starten mit einem Stadtrundgang. Schnoorviertel, Dom St. Petri, Rathausplatz, Böttchergasse, Schlachte. Anschließend ein kleiner Bummel durch einige Läden.

Nachher geht es zum Kaffee zur Pia mit anschließendem Abendessen. Wolfgang wird noch dazu stoßen.

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– Donnerstag, 3.11. Wilhelmshaven, Schleuseninsel 3
Von Bremen fahren wir hundert Kilometer gen Norden. Direkt hinter der Dünne finden wir einen Stellplatz und machen uns gleich auf meine alte Bremer Kollegin Angelika zu besuchen. Sie wohnt in Hooksiel, gute 20 km vom Stellplatz. Es wird eine lange Fahrt immer der Küste entlang, die voll ist mit Industrieanlagen, Kraftwerken, Anlandestellen für Gas und Chemie, riesige Lagerstätten. Aber auch immer wieder ein wenig Küste. Erst kurz vor Hooksiel gibt es Freizeitmöglichkeiten. Ein paar Strände und im Ort selber Ferienwohnungen. Bei Kaffee und Kuchen wird nebenbei noch das ISY für die Rückfahrt aufgeladen. Wir werden Gegenwind haben. Auch wenn wir zurück den kürzeren Weg wählen, es wird hart, es wird immer dunkler, wir sind uns unsicher. Irgendwann, als wir fast schon nicht mehr dran glauben, erkennen wir den Weg zum Stellplatz.

Freitag, 4.11. Wir besuchen das Deutsche Marine Museum. Vor allem der Zerstörer Mölders imponiert. Wir dürfen ins Innere.  Sehr ausführliche Dokumentation der deutschen Marinegeschichte, die noch keine 200 Jahre alt ist. Anschließend Waffel mit Kirschkompott.

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Ein Wochenende in Annweiler

Zum Geburtstag hatte Heidi von Ingrid und Michael ein Womo-Diner erhalten. Dieses Wochenende wurde eingelöst. Wir haben uns in Queichhambach im Fronhof getroffen. Dort durften wir im Hof unsere Womos aufstellen. Es hätte auch Strom und Wasser gegeben.

Ich starte mit einer Kürbissuppe mit poschiertem Ei. Anschließend geht es weiter mit einer Lammkeule auf geschmortem Spitzkraut und Kräuterrösti. Herrlich die Rösti und das Kraut. Wir fühlen uns wohl. Der Rotwein nimmt keine Ende mehr und wir lassen uns noch zwei Flaschen für die After Party im Womo mitgeben.

Am Samstag geht es dann auf die Annweiler Burgenwanderung. Fünf Kilometer geht es stramm bergauf und oben auf dem Trifels gönnen wir uns die Besichtigung. Am späten Nachmittag sind wir wieder unten. Noch genügend Zeit zum Duschen. Dieses Mal stehen die Womos am Freibad. Fährt zwar hin und wieder ein Zug vorbei – stört aber nicht weiter.

Gegessen wird in der Alten Gerberei. Nach langer Wartezeit kommt ein eher durchschnittliches Essen. Die Rösti sind aus der Großpackung, der Saumagen nicht besonders schmackhaft. Der Wirsing mit Bulgurfüllung ist höchstens exotisch. Die Bedienung lässt auch zu Wünschen übrig. Welch ein Kontrast zum Vorabend!

Wir sammeln Erlebnisse und keine Briefmarken