









Die Papiere sagen 700 Kilo Zuladung kein Problem. Doch wieviel wiegt das Womo wirklich? Mittlerweile ist eine Solaranlage auf dem Dach, eine dritte Batterie und ein Fernseher an Bord, die Fahrräder in der Garage und die Küche ist gut gefüllt und auch 2 schwere Gasflaschen im Gaskasten. Fast voller Dieseltank. Nur Wasser ist keines im Wassertank. Auf zur Waage im Großmarkt. Ich kurve ein wenig auf dem riesigen Gelände herum. Viele Wegweiser, aber keiner zur Waage. Einmal rechts abbiegen, viele Eingänge in Halle, überall LKW. Links abbiegen, rechts ist Baustelle. Einige Einbahnstraßen zwischen den Hallen. Und dann ein Hinweisschild zur Waage. Viel Platz drum herum. Ich stelle den Detlef auf die hintere Waage und melde mich an.
Brauchen Sie einen Nachweis? Nein, will nur wissen, wieviel das Gewicht vom Kfz-Schein abweicht. Okay, mal sehen. Der Mensch schaltet die Waage ein – 3060 kg! Mit Heidi und mir sind wir also bei 3,2t. Dann noch 100 kg für das Wasser. Bleiben 200 Kilo für Klamotten, Nahrungsmittel und sonstiger Kleinkram. Sollte passen.
Wie komme ich zu Radkilometern? Wie motiviere ich mich zu vielen Stunden auf der Rolle?
Zwift lautet das Geheimnis. Zusammen mit vielen tausend anderen Radsportbegeisterten auf der ganzen Welt. Da findet sich immer einer, mit dem man sich messen kann. Die Strecken sind mittlerweile vielfältig und für jeden ist etwas dabei. Das Speed-Race in der Ebene. Kilometerlange Steigungen, Etappen-Fahrten, einsame Dschungelfahrten. Für Abwechslung ist gesorgt.
Wichtig: ordentlich großer Fernsehmonitor, Ventilator, offenes Fenster und genug zum trinken. Handtuch nicht vergessen und ein paar Riegel in Griffnähe.
Der letzte Triathlon vor der Pandemie und nicht ins Ziel gekommen. Die Wunde ist noch offen. Indeland-Triathlon ist eine kleinere Veranstaltung und wird nicht von Ironman oder Challenge organisiert. Die
Preise sind moderat und dieses Jahr wollen die Organisatoren starten! Mal sehen, ob die Revanche klappt. Immerhin Teile meiner Vorbereitung sind im Zielkorridor. Den Plan hatte ich noch im alten Jahr zusammengestellt. Hilfreich waren die Hinweise von Hermann Aschwer, Triathlon: Training ab 40. Bin ja schon ein älterer Agegrouper.
Die letzten Monate im alten Jahr waren der großen Regeneration gewidmet. Also geringere Umfänge und langsamer. Etwas Bewegung muss immer sein. Ab Januar langsam steigern. Februar wäre der Schwimmmonat gewesen – schwimmen, ausgefallen.
März ist der Laufmonat. Reduziert, geplanter Freiburg-Marathon im April – ausgefallen.
Dank #PSKTriathlon gibt es Online Atheletik-Training, auch mal Yoga und seit dieser Woche sind wir in der Günter-Klotz-Anlage. Bergsprints, Planks, Wall-Sit, Treppenlauf, Steigerungsläufe. Alles was der Triahtlet braucht.
Eine kleine Einweisung in die Fernbedienungsgeheimnisse
Milder Dezembertag. Nach einer aktiven Saison muss der Tank entkalkt und entschlammt werden. Dr. Keddo‘s Tankreiniger kommt zum Zug. Tank mit 40 Liter Wasser füllen, Dr. Keddo rein, die ganze Flasche. Getränke einkaufen, damit alles gut durchgeschüttelt wird. Vorher noch ein paar Liter durch die Mischbatterien jagen. Ein wenig Schaum sollte schon austreten.
Nach der Rückkehr Womo über Nacht stehen lassen. Achtung: Frostgefahr! Nur machen, wenn garantiert deutlich über 3 Grad! Die Truma Heizung öffnet bei 3 Grad und dann ist die Wirkung nur eingeschränkt und natürlich besteht die Gefahr, dass eine Mischbatterie Schaden nimmt. Am nächsten Tag Wasser ablassen. Frischwasser einfüllen und einiges durch die Leitungen in den Grauwassertank. Den Grauwassertank geschlossen halten und wieder ein kleine Tour machen. Danach alles entleeren, aber Frostsicher!
Heute musste ich mal wieder zum Prozess der kreativen Zerstörung greifen, um einen Einblick in den Aufbau der elektrischen Sicherungen im Womo zu erhalten. Was war passiert? Die Reifen sollten auf 6 Bar gebracht werden, da das Womo die nächsten Wochen kaum bewegt wird. Ich hatte mir dafür einen leistungsfähigen 12 Volt Kompressor beschafft. Für die Vorderräder verwendete ich die Front 12 Volt Steckdose, die über die Starterbatterie läuft. Für die Hinterräder wollte ich die Steckdose des Fernsehers verwenden. Für das rechte Hinterrad klappte das problemlos. Als ich aber das linke Hinterrad kontrollieren wollte, war der Kompressor scheinbar ausgefallen. Eine Kontrolle an der vorderen Dose brachte den Kompressor ins Leben zurück. Oh je, die Dose defekt? Fernseher mag nicht mehr, Phone Booster ebenfalls. Wo ist denn die Sicherung? Internet fragen. Leider sind die Foren wenig ergiebig und Dethleffs kennt auch nur die magere Bedienungsanleitung! Zum Thema Sicherungen wenig hilfreich. Irgendwie komme ich dann doch auf den EBL (Elektroblock von Schaudt). Der EBL102 ist unter dem Fahrersitz verbaut und die Sicherung sind über die Frontklappe des Sitzes einigermaßen zu erreichen. Die TV-Sicherung angeschaut – kaputt! Durch Reservesicherung ersetzt und alles wieder gut.
Beim Sortieren der Womo-Werkzeugkiste fiel mir das Starthilfekabel in die Hand. Drei Meter lang und auch ansonsten gut ausgestattet. Große Frage: wo ist eigentlich beim Detlef die Starterbatterie? Die Bedienungsanleitung ist wenig hilfreich. Im Web gibt es Anleitungen wo die Batterie zu finden ist und wie man die Batterie ausbaut. Oh je, vor dem Fahrersitz, im Unterboden, unter den Gummimatten und dann noch sechs Schrauben lösen. Das kann nicht die Lösung sein, um schnell Starthilfe zu geben oder zu nehmen. Das muss anders gehen! Tatsächlich! Im Motorraum gibt es eine empfohlene Stelle für Masse und einen Pluspol. Wenn man weiß, wo und wie man den Deckel des Pluspols entfernt, geht alles schnell. Im ersten Foto seht Ihr den Masse-Anschluss – markiert mit den Worten Jump Start oder Depannage – am oberen Rand des Motorraums genau in der Mitte. Der Pluspol ist rechts, wenn man vorm Ducato steht. Einen dicken Schraubenzieher in den Schlitz am Deckel und nach links drücken. Der Deckel sollte sich leicht öffnen, nicht anfangen die Schrauben zu lösen und versuchen den Deckel ganz entfernen. Unter dem Deckel versteckt sich eine dicke Kontaktstelle für den Pluspol, da kommt das rote Kabel dran. Hier anfangen, wenn Detlef‘s Batterie leer ist. Also immer da wo die Batterie nicht mehr mag! Dann auf die volle Batterie. Nun das schwarze Kabel an die vollen Batterie und zuletzt auf die leere! Volles Auto starten. Auf Drehzahl bringen. Motor sollte rund laufen. Erst dann erfolgt der erste Startversuch am Pannenfahrzeug. Wenn fertig, dann in umgekehrter Reihenfolge die Kabel entfernen.