Nordamerika

Alex & Patrick entdecken die Welt zu zweit

Unser erster Besuch in Quebec

240 Tage in Nordamerika

Andere Verkehrsregeln

– Die Ampeln sind auf der gegenüberliegenden Straßenseite installiert.
– Bei Rot ist das Rechtsabbiegen gestattet, sofern der Verkehr es zulässt und keine Fußgänger oder Fahrzeuge behindert werden.
– Ein grün blinkendes Signal erlaubt das Linksabbiegen.
– Fußgänger müssen einen Ampelknopf betätigen, der oft schwer auffindbar ist. Die Funktion der Ampel ist nicht immer zuverlässig.
– Bei Fußgänger-Grün dürfen die Fußgänger oft quer über die Kreuzung.
– Bei einem Stoppschild (4-Way-Stop) gilt: Wer zuerst ankommt, hat Vorfahrt.
– In den USA überwiegen Textschilder (z. B. „Do not pass“) gegenüber Symbolen. Die Texte, aber auch die Symbole, sind nicht überall gleich.
– Für die Navigation ist es wichtig, sich die Straßennummer und Himmelsrichtung zu merken, da Ortsnamen weniger relevant sind.
– Apple Maps bietet präzise Navigationsanweisungen (z. B. „Geradeaus fahren, dann bei der nächsten Kreuzung rechts abbiegen“).

Eine kleine Wortschatzerweiterung

LivestockVieh
SwitchbackHaarnadelkurve
LandfillRestmüll, Mülldeponie
ShoulderRandstreifen
Texas Gate (kanadisch) Cattle GuardViehgatter
TWATravel with Angels
BYOBYBring Your Own Bears

In Kanada fiel uns folgendes auf

– viel französisch, immer wieder tauchen Franzosen in der Geschichte auf und französisch sprachige Regionen, auch außerhalb von Québec.
– Je schlechter die Straßen, desto besser die Toiletten.
– Kleinere Städte empfangen einen fast immer mit Messi ähnlichen Grundstücken, alte Autos, verfallene Schuppen. Verlassene Häuser verfallen, alte Autos rosten vor sich hin. Das ändert sich in den USA auch nicht.
– Ruhige Fahrweise, aber fast immer 10% schneller als erlaubt.
– Großer Respekt schon vor kleineren Unwettern. Bei kurzem Hagelschauer fährt alles rechts ran.
– Mobilfunk-Versorgung nur in den Städten.
– Diesel? Nicht immer verfügbar. Oft Preis nur an der Säule oder stimmt nicht mit Anzeige überein.
– Überhaupt Preise, es wird zurückhaltend ausgezeichnet. So etwas wie x $ pro Kilogramm ist nicht zu finden.
– Seltsame Füllmengen, wahrscheinlich US-Maße in Liter und Gramm umgerechnet. Manchmal sehr lustig: Fahrzeuge über 11,784 t brauchen Ketten.
– Es gibt eine Dollar und eine zwei Dollar Münze und die Scheine sind unterscheidbar.
– Im französischen Teil sind die Supermärkte mit europäischen Produkten gut sortiert.
– Steile Rampen und natürlich eben solche Gefälle.
– Ewig lange Güterzüge, die einen Höllenlärm machen. Container im Doppelpack!
– Ewig lange LKW mit einem genauso langen Anhänger (vor allem im Westen, vor Manitoba sind die uns nicht aufgefallen).
– Fuck Trudeau Aufkleber/Flaggen häufen sich gen Westen.
– In Québec ist die eigene Flagge mindestens so wichtig wie die kanadische! Eigene Nation mit eigenem Nationalpark!
– Gefühlt jedes zweite Auto ist ein Pick-up vor allem in Alberta.
– Picknick Tische oft in großer Zahl. Jeder findet einen Platz. Leider sind Rastplätze an den Autobahnen selten und oft erst spät erkennbar.
– Die Auswahl selbst beim kleinsten Canadian Tire – gigantisch! Ich könnte da stundenlang wühlen.
– Viele kleine Brauereien, Biere nur lokal verfügbar. Wir müssen also immer wieder neues Bier probieren. Meine Vorgehensweise: lokal, Minimum 5% Alkohol, Lager -> fast immer sind diese Biere äußerst lecker! Aber das Bier ist irre teuer 3-5 $ die Dose.
– Selbst kleinste Beträge werden mit Karte bezahlt. Trinkgeld immer über die Karte, Beträge oder Prozentsätze werden vorgeschlagen – natürlich nach oben offen. Trotzdem ist ein wenig Bargeld nicht verkehrt. Wird Pfand verlangt, dann braucht es Bargeld. Pro Woche 10, vielleicht 20 Dollar? Mit 100 Dollar kommt man sehr weit.
– Erst in Manitoba wird die Landschaft vollständig anders. Vorher viel Wald und mit unseren Mittelgebirgen vergleichbar nur gigantisch groß und oft extrem einsam.
– Für den Touristen sind Unterschiede der Provinzen auffälliger, als bei uns zwischen den Bundesländern. Straßenschilder, Liquor Shops, Zustand der Straßen, Rastplätze. Fast scheinen die Unterschiede ähnlich groß wie zwischen den Ländern der EU.
– Nicht nur der äußerste Norden ist einsam. Die Bevölkerung konzentriert sich auf die Zentren. Es kann schon vorkommen, dass 500 km kein Walmart da ist und die nächste Tankstelle 150 km entfernt ist. Man muss dazu nicht nach Yukon oder in die nördlichen Territorien.

Auch in den USA ist manches anders

– BASSPRO Shops sind ein Erlebnis! Alles was der Outdoor-Fan begehrt und riesengroß.
– Wir erfahren schon in der ersten Großstadt (Seattle) No-Go-Areas. Angst vor Shootings. Die Neighborhood ist wichtig. Wir werden schnell auf Gefahren hingewiesen. Das Gefühl der Sicherheit, Geborgenheit wie in Kanada gibt es hier offenbar weniger.
– Es gibt Rastplätze an den Autobahnen.
– Alles in seltsamen Maßeinheiten. Meilen, Gallonen, Pfund und anderes krudes mehr. Zurück ins 18. Jahrhundert.
– Zeltlager an den Freeways. Heimatlose sind ein Thema.
– Die USA wirken deutlich dichter bevölkert.
– Hunde kläffen wie bei uns, in Kanada sind Hunde gut erzogen.
– Alle Geldscheine sind gleich groß und grün. Aber immerhin scheint es jetzt öfter Dollarmünzen zu geben. Früher gab -es die nur in Las Vegas.
– Jeder 2. Automat ist defekt. Out of order scheint standard zu sein. Oft muss ich die Tanksäule wechseln.
– An den Tankstellen muss an der Säule bezahlt werden.
– Diesel ist meistens verfügbar und Preise niedriger als in Kanada. Cash bezahlen oft deutlich günstiger. Im Gegensatz zu Kanada sind die Preise in der Regel angeschrieben.
– Nevada hat hervorragende Straßen.
– ÖPNV ist jedes Mal ein Erlebnis. Fängt mit den schlecht zu findenden Park + Riade Plätzen an, geht mit dem Ticket Kauf weiter und hört mit dem Studium der Linien nicht auf. Aber besser als erwartet. Hat sich enorm was getan. Preise moderat.
– Kein Paradies für freies Internet Zugang oder WLAN.
– Butter ist in Kanada ein großer Block, in USA ist dieser geviertelt, gibt es aber doch auch in Blöcken!
– Wanderwege schlecht beschildert.
– Keine gesondertes Tempolimit für Trucks. Jeder darf so schnell fahren, wie er will. In Utah ist das Limit bei 80 m/h (knapp 130 km/h). Das versuchen alle Trucks zu übertreffen. Wir bleiben meistens bei 65 m/h und werden permanent überholt.
– Viele kleine Jobs. Einpacker an der Supermarkt Kasse, keine Baustellenampeln, sondern Menschen regeln den Verkehr.
– Irre viele Schulbusse und die sehen noch aus wie vor 40 Jahren.
– Design, das funktioniert wird nicht geändert, wacklige Steckdosen, Mini-Lichtschalter, gigantische Kloschüsseln oder Riesen-Urinale.
– Die 110 Volt führen dazu, dass die Nachbarn mit Ihren 50 Amp Anschlüssen fast armdicke Kabel verwenden.
– Kanadier befolgen Regeln. Amerikaner brauchen den Zusatz it is a law, faszinierend ist die Befolgung der Campground-Regeln, wenn Generatoren nur bis 8pm laufen dürfen, dann schaltet der letzte 5 vor 8 aus.
– Alkoholregeln unterscheiden sich von County zu County, aber auch von Stadt zu Stadt.
– Es machen nicht alle Counties bei der Zeitumstellung mit, oder einzelne suchen sich eine andere Zeitzone.
– Das Vertrauen in die Gäste ist eher mager. Vorauszahlung bei Reservierung ist allgemein üblich. Bezahlen bei Abreise ist unüblich.
– Wartung eines europäischen Autos ist ein Problem. Die eine Werkstatt hatte keinen Fiat-Computer mehr, der andere wollte keinen Diesel auf dem Hof und in Santa Fe waren wir zu groß.

Wir sammeln Erlebnisse und keine Briefmarken