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Erster Stellplatz in Schweden

Die Fähre kommt pünktlich nach 6 Stunden Fahrzeit in  Trelleborg an. Es dauert zwar ein wenig bis wir vom Oberdeck losfahren können aber dann sind wir schnell im Hafen und machen uns auf den Weg zum Stellplatz in  Ystad, eine schwedische Gemeinde in Schonen. Eine gute dreiviertelstunde Fahrzeit. Es ist inzwischen dunkel geworden und so fahren wir erst einmal am Stellplatz vorbei bevor wir die richtige Einfahrt finden.

Die schönen Stellplätze mit Blick aufs Meer sind natürlich alle belegt. Wir parken daher in der 2. Reihe. Nachdem am nächsten Morgen einige gute Plätze frei werden wechseln wir nach dem Frühstück auf die andere Seite mit Blick über die Ostsee. 

Von Rostock nach Trelleborg

Von Malchow bis Rostock sind es noch knapp 100 km. 

Wir haben die Nachmittagsfähre nach Trelleborg gebucht. Die zweite Möglichkeit wäre morgens um 7:30 Uhr gewesen. Da hätten wir schon um 5 Uhr losfahren müssen. So können wir im Hansa Center bei Rostock noch unsere Vorräte auffüllen. Natürlich sind wir zu früh am Fährhafen aber die ersten warten schon. Das Schiff ist noch nicht da. Wie immer, erst tut sich nichts und dann geht es schnell. Schließlich landen wir mit Detlef auf Deck 7 im Freien. Das Schiff legt pünktlich um 15:10 Uhr ab. Ein erster schwedischer Kaffee für 41 Kronen. Durch 10 teilen, dann passt es schon irgendwie. 

Radtour nach Waren rund um die Seen

 So einen ruhigen Platz hatten wir lange nicht. Die Marina ist etwas abgelegen, kein Verkehrslärm, keine Landwirtschaft. Nur Vogelgezwitscher und Entengeschnatter. Wir haben uns für einen Rundweg um den Kölpinsee und Fleesensee entschieden, ca. 50 km. Die Radwege sind gut beschildert. Unterwegs sehen wir die ersten Kraniche, die sich leider nicht fotografieren lassen und kommen am Schloss Fleesensee in Gören-Lebbin vorbei. In Waren genießen wir unsere ersten Fischbrötchen der Saison. Wir waren schon einmal in Waren, aber so richtig erinnere ich mich nicht daran. Damals war es Herbst und laut Rainer ziemlich neblig. 

Zurück am Stellplatz gibt es Kaffee und Rainer muss noch trainieren. Er hat sich zum Marathon in Graz im Oktober angemeldet

Malchow – Marina

Der Verkehrslärm in Weimar stört uns nicht wirklich. Wir schlafen relativ lang. Zunächst überlegen wir über Schwerin nach Rostock zu fahren. Wir wollen dort mit der Fähre nach Trelleborg in Schweden übersetzen.  Unterwegs entscheiden wir uns, einen Stellplatz an der Mecklenburgischen Seenplatte anzufahren. Wir landen in der Marina der Inselstadt Malchow. Ein sehr schöner ruhiger Platz direkt am Wasser. Das Wetter ist aber auch super. Eine kurze Radtour führt uns in den Ort. Wir landen auf den Monsterpflasterstraßen, die wir bisher nur im Osten unseres Landes kennengelernt haben. Riesen Pflastersteine. Selbst mit unseren Breitreifen macht das Radeln im Ort keinen Spaß. Die ungeduldigen Autofahrer sind wahrscheinlich genervt von den Wartezeiten an der Drehbrücke und natürlich von den langsamen Fahrradfahrern.

Kloster Malchow

Weimar

Heute wollen wir eine mittlere Etappe schaffen. Spontan beschließen wir, dass wir statt nach Magdeburg zu fahren in Weimar anhalten. Das sind knapp 200 km und gegen Mittag erreichen wir das Ziel. Unterwegs halten wir mehrfach an und überprüfen die Radschrauben. So ganz geheuer ist uns das Ganze noch nicht. Der Drehmomentschlüssel klackt immer aufs erste Mal. Alles gut!

Der Stellplatz in Weimar liegt mitten in der Stadt. Wir sind in knapp 10 Minuten bei den Herren Goethe und Schiller. Es ist nicht viel los. Im Sommer laden die Museen und das Schloss wahrscheinlich viele Touristen ein. Manche Stadtführung ist jetzt schon unterwegs.

Die Polizei dein Freund und Helfer

Dieses Mal beginnt unsere Tour mit einem Abenteuer, das wir nicht noch einmal erleben wollen. Wir fahren zunächst nach Eßleben um an unserem lang geplanten großen Familientreffen teilzunehmen. Rainer als Hauptorganisator möchte natürlich bereits zur Vorbereitung am Freitagabend dabei sein.

Komische Geräusche und Vibrationen haben uns veranlasst gleich nach der Ausfahrt Heidingsfeld einen Parkplatz anzufahren. Die Überprüfung der Räder ergab aber nichts, so dass wir weiter gefahren sind. Und kurz nach Würzburg hat sich dann unser linkes Vorderrad dezent von uns getrennt, über die Mittelleitplanke gehüpft und an der Leitplanke der Gegenfahrbahn stehen geblieben.

Rainer hat sofort reagiert und glücklicherweise konnten wir auf dem Beschleunigungsstreifen einer Auffahrt stehenbleiben. Die bayerische Polizei war super. Die ersten beiden Polizisten brachten uns unser Rad wieder und die beiden nächsten haben zwei verlorene Schrauben wieder gefunden und Rainer beim Aufbocken und Anbringen des Rads geholfen bzw. die Aktion abgesichert. Der Abschlepper hat uns dann zur Location für die Feier gebracht.

Dank unserer lieben Verwandtschaft konnten die nun fehlenden Schrauben noch am Abend besorgt werden.

Wir wollten am Sonntag weiterfahren aber die Räder waren noch nicht 100%ig befestigt. Mit Hilfe des Inhabers einer dort ansässigen Werkstatt konnten wir schließlich am nächsten Tag unsere geplante Reise antreten.