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Besuch bei Marcus und Louise

Wir besuchen einen alten schwedischen Kollegen von Rainer aus Flowserve-Zeiten. Auf der Fahrt nach Mjölby fahren wir von Öland aus Richtung Nordwesten. Das Navi schickt uns über kleine Landstraßen, was uns stark an Nova Scotia erinnert. Viel mehr ist auch hier nicht los. Auch eine Schotterpiste wurde uns vom Navi empfohlen. Das typisch schwedische Wochenendhaus von Marcus liegt zusammen mit anderen kleinen Holzhäusern an einem der vielen kleinen Seen. Marcus und Louise erwarten uns bereits auf ihrer Terrasse. Wir sind zum Barbecue eingeladen und finden direkt auf dem Grundstück einen guten Stellplatz. Es wird ein sehr entspannter Abend mit gutem Essen und Trinken und einer Unterhaltung auf Englisch, Deutsch und Schwedisch. Interessant, wie viel Ähnlichkeit manchmal zwischen Deutsch und Schwedisch besteht. 

Nach einem schwedischen Frühstück verabschieden wir uns von Marcus und Louise.  Wir fahren auf direktem Weg nach Helsingborg. In der dortigen Marina finden wir einen schönen Stellplatz nicht weit vom Fähranleger. Ein Spaziergang führt uns zum Fährhafen und in die Innenstadt.

Bergholm auf Öland

Öland ist eine Insel, die sich direkt gegenüber von Kalmar von Norden nach Süden erstreckt. Das Navi führt uns um Kalmar herum zur Brücke hinüber zur Insel. Öland ist leicht hügelig und besteht aus Kieferwäldern und vor allem landwirtschaftlich genutzten Flächen. Es wird auch überall Reklame gemacht, dass man doch Öländische Produkte kaufen soll. 

Das Schloss Borgholm im nördlichen Teil der Insel gelegen steht auf einem Hügel über dem Meer oberhalb des Ortes Borgholm. Die Ruine ist gut erhalten. Vor 200 Jahren hat das Schloss zuletzt gebrannt und war wohl auch vorher schon am Verfallen. Seinen Höhepunkt hatte das Schloss während der Grenzstreitigkeiten zwischen Dänemark und Schweden vor etwa 400 bis 500 Jahren. 

Wir finden wieder einen schönen Campingplatz am Meer mit langem, feinem Sandstrand. Heidi geht wandern und ich finde etwas Zeit, mich unter Detlef zu legen, um mir eventuelle Schäden unserer Panne anzusehen. Fazit: Wir werden unsere Tour abbrechen müssen. Auf der linken Seite ist eine Schraube von der Rutschpartie auf dem Asphalt fast vollständig weggefräst worden. Die Radaufhängung hängt nur noch an wenigen Millimetern. Das wird hoffentlich noch eine Weile halten, aber eventuell nicht für die gesamte geplante Tour. Also erstmal „Tschüss Nordkap“.

Kalmar

Gegen 11 Uhr verlassen wir den Campingplatz. Das ist ziemlich spät für uns. Wir füllen unsere Vorräte noch bei Lidl auf, ein großer und sauberer Laden. Aldi haben wir noch nicht entdeckt! 

In Kalmar finden wir einen Stellplatz unweit des dortigen als Sehenswürdigkeit angepriesenen Schlosses. Die Besichtigung lohnt sich. Der Ursprung des Schlosses ist ein 1180 gebauter Verteidigungsturm. Der Turm wurde zum Schutz vor Piraten und sonstigen Feinden gebaut. Im 13. Jahrhundert wurde eine Burg um den Turm herum gebaut. 1397 hat die damalige dänische Königin Margarete die sog. Kalmarer Union zwischen Dänemark, Norwegen und Schweden gebildet. 

Die Union wurde unter dem schwedischen König Gustav Wasa 1523 wieder beendet.

Um die Burg gab es dann ein Gerangel. 1611 ging das Schloss an Dänemark, was aber kurz darauf strategisch nicht mehr von Interesse war. (Vgl. kalmarslott.se)

Kunst im Museum

Das Schloss hat überraschend große Säle, die heute für Veranstaltungen genutzt werden. Einzelne Kleidungsstücke der damaligen Königsfamilie sind ausgestellt. Diese sind mit Sicherheit ziemlich schwer. 

Zum Abschluss machen wir noch einen Spaziergang durch die Fußgängerzone von Kalmar und finden endlich einen Geldautomaten. Ein paar Kronen Bargeld könnten vielleicht irgendwann nützlich sein.

Nur hier gibt es Alkohol